
Direkter Draht zu Gott
Hallo Gott, hier ist Moishe. Kannst du mich hören?
Raus aus Afghanistan - rein in den Terror
Verfasst von vonhaeften am 30 Juli, 2010 - 13:50.
Während deutsche Medien sich dankbar auf die 92000 geklauten Dokumente stürzen, um beim "Super-GAU für Amerikas Militär und Geheimdienste" (SPIEGEL Online) Beifall zu klatschen, zeigt das Time Magazine [2], was passieren wird, wenn in Afghanistan die Taliban wieder die Macht übernehmen. Dabei kann die 18-jährige Afghanin noch froh sein, daß lediglich dort, wo ihre Nase war, ein Loch zu sehen ist. Wer als Frau die Familie des Mannes verläßt, hat nämlich in der Regel mit schlimmeren Strafen zu rechnen, wie die zahlreichen Fotos von verstümmelten Frauengesichtern im Internet zeigen [1]. Daß die Folgen dieses grausamen Säureangriffs nun in den USA auf Kosten einer kalifornischen Stiftung beseitigt werden, verdanken wir u.a. jener tapferen Organisation Women for Afghan Women (WAW), die sich seit 2001 in tausenden von Fällen um vergewaltigte, mißhandelte oder als 8-jährige zur Ehe gezwungene Frauen gekümmert hat. Und was sagt WAW zum Truppenabzug aus Afghanistan, der manchem in Deutschland nicht schnell genug kommen kann:
Wenn wir über den Truppenabzug nachdenken, schaudert es uns. Was wird mit den Frauen und Mädchen geschehen, denen solche NGOs wie WAW zu Tausenden geholfen haben, und den Millionen Frauen, die noch mehr abscheulichen Missbrauch erleiden werden, als sie bisher erlebt hatten.
Anmerkungen und Links
[1] Women for Afghan Women
[2] 29.07.2010, der Tagesanzeiger: Das verstörende Titelbild des «Time Magazine»
Lutherischer Weltbund: Neuer Außenposten der Palästinenser und radikalen Linken?
Verfasst von vonhaeften am 28 Juli, 2010 - 22:49.
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„Heiliges Land“ nennen meine lutherischen Kollegen das Land zwischen Jordan und Mittelmeer, weil sie politischen Stellungnahmen gerne geschmeidig ausweichen. Sind sie eigentlich so "unpolitisch" wie sie vorgeben zu sein? (Im Bild: Bischof Munib Younan, links, mit Holocaustleugner Abu Mazen [Abbas]) Was als unabgängiges Credo konzipiert sein könnte, gerät schnell zur politischen Karikatur, denn erstens ist das Land zwischen Jordan und Mittelmeer alles andere als „heilig“, was seine politisch-theologische Strukturierung betrifft, und zweitens schwingt in dieser Formulierung eine gehörige Portion Heuchelei mit, wenn man berücksichtigt, wen der Lutherische Weltbund zu seinem neuen Präsidenten ernannt hat: Bischof Munib Younan, einen Judenhasser, wie man ihn sich besser nicht malen könnte. Der Zweck heiligt die Mittel - und welche? Das erfahren Sie genauer auf der Seite |
Ingrid Thurner: Zwangsverschleierung und Zwangsenthüllung
Verfasst von vonhaeften am 28 Juli, 2010 - 22:17.

Musliminnen verschleiern sich freiwillig
Die österreichische Ethnologin Drin Ingrid Thurner gehört zur Klasse jener europäischen Intellektuellen, Islam-Experten und Respekt-Soziologen, die mit immer neuen Spitzfindigkeiten in der Öffentlichkeit für das Tragen des Schleiers werben. Thurners Argument ist dabei ein besonders antiquiertes: als eine wesentliche Begründung für die Bedeckung würden Musliminnen nämlich immer wieder angeben, dass sie sich nicht über ihren Körper definieren lassen wollten. Und das sei doch auch das Anliegen des westlichen Feminismus gewesen: kein Objekt der sexuellen Begierde mehr wollte frau sein.
Das könnte glatt der Schmock der Woche sein. Hat man schon jemals muslimisch Verschleierte vor der Fernsehkamera einen solch verschwurbelten Satz sagen hören: "Ich möchte mich nicht über meinen Körper definieren lassen"? Nein, ganz sicher nicht, vor allem nicht "immer wieder", wie uns Frau Thurner einreden will. Schlimmer noch: es gibt nicht eine einzige repräsentative Studie über muslimische Verschleierte, schon die Befragung der Bedauernswerten würde am Veto ihrer männlichen Familienmitglieder scheitern. Verklemmte Moral-Apostel und dem Gender-Wahnsinn Verfallene wie die Kulturanthropologin Thurner instrumentalisieren trotzdem die Verschleierten für ihre Zwecke und unterstützen damit die menschenverachtende Behandlung von Frauen im Islam.
Männer dürfen fast alles, Frauen fast nichts
Die eigentlichen Gründe für die Verschleierung sind die totale Rechtlosigkeit und massive Unterdrückung von Frauen im Islam, ihre Reduktion auf ein blosses sexuelles Besitzobjekt genau eines Mannes, dem es andererseits freisteht, sich weiterer Frauen seines Harems zu "bedienen". Im Islam gibt es sehr einfache Regeln: Männer dürfen fast alles, Frauen fast nichts und Sex ist eine nationale Zwangsvorstellung, wie es Betsy Udink in ihrem Buch "Der Sex-Trieb des Mannes als Maß aller Dinge" ausdrückte. Wer behauptet, daß Frauen im Westen "gezwungen" würden, halbnackt herumzulaufen, sollte bedenken, daß es bisher noch kein Regime auf dieser Erde gegeben hat, welches die Frauen mit vorgehaltener Kalaschnikow dazu gezwungen hat, bauchfrei zu gehen, wohl aber einige islamistische Diktaturen, die den Schleier mit Gewalt durchgesetzt haben.
Solche Gedanken sind der Ethnologin/Reiseleiterin Thurner völlig fremd. Sie beschäftigt sich lieber mit so hochwissenschaftlichen Themen wie
- der "Anthropologie des Pilgerns",
- der "interkulturellen Kommunikation"
- oder der "Ästhetik des Tourismus".
bei denen mehr geschwafelt als wissenschaftlich geforscht wird. Und deshalb ist Ingrid Thurner auch nicht irgendeine Frau Dr., sondern sie ist "Frau Drin Ingrid Thurner", die sich mit einem hochgestellten "in" von einem "männlichen" Doktor glaubt abgrenzen zu müssen. Warum? Weil im universitären Umfeld schon immer diejenigen Leute besonderen Wert auf ihren Titel und dessen korrekte Schreibweise gelegt haben, deren "wissenschaftlicher Output" durch das vollständige Fehlen nichttrivialer Sätze geprägt wird.
Postkoloniale Theoriebildung: der Jargon ersetzt die Wissenschaft
Ingrid Thurner hat es wie viele Alt-68er und feministische Ideologen geschafft, irgendwann eine Stelle an einer Universität zu ergattern, wo sie ungestraft Aussagen wie
Ansätze aus dem Bereich einer interpretativen Kulturanthropologie, der Ethnographie als dichter Beschreibung, der Cultural Studies und postkolonialer Theoriebildung.
in die Beschreibung ihrer "Forschungsarbeiten" einfügen darf. Aber das genügt ihr nicht. Sie will mehr. Sie will nicht wie früher vor der Mensa stehen, Alice Schwarzers "EMMA" oder Flugblätter über die permanente männliche Vergewaltigung verteilen und sich über jede Gelegenheit freuen, bei der sie sich selbst als Opfer "männlicher Gewalt" und "patriarchaler Strukturen" stilisieren kann. Nein, sie will mehr. Denn Frauen wie Thurner sehen sich nicht nur allerorten von männlichen Vergewaltigern und konformistischen Westnackedeis umgeben, sondern sie beklagen vor allem ihre minimale Repräsentanz in den Führunsgetagen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Doch schaut man sich an Thurners eigenem Institut für Kultur- und Sozialanthropologie um, so sieht es da ganz anders aus: am gesamten Institut sind die Frauen in der Mehrheit, nämlich mit 57,77% weiblichem Personal. Mehr noch: 68 von 110 Lektoren (Thurner ist selbst eine, also keine Professorin) in ihrem Institut sind aufgrund ihres Vornamens eindeutig dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen - das sind 61,8%. Bei den Dozenten sind es 5 weibliche von 14 insgesamt (35,7%), beim wissenschaftlichen Personal 5 von 11 (45,45%). 40% der Dozenten und Wissenschaftler immerhin sind also Frauen. Daß es nicht mehr sind, könnte damit zusammenhängen, daß die 61,8% weibliche Lektoren zu viel mit Weltreisen und dem Schreiben von Artikeln für die Süddeutsche Zeitung oder "www.islam.de" beschäftigt sind, um vor der Islamophobie und der Zwangsenthüllung zu warnen.

Ingrid Thurner redet uns ein, daß Bikini-Trägerinnen ihre "knappen" Bikinis mit "überhöhten Preisen" bezahlen. Damit würden diese beweisen, wie abhängig sie vom männlich/dominanten ausbeutenden Kapitalismus sind, und wer die "wesentlichen Körperteile weniger verbirgt als zur Schau stellt", drängt sie dem anderen Geschlecht ja nur auf.
Stöckelschuhe und hautenge Jeans: kapitalistische Zwänge
Allerorten herrschen also Zwänge, besonders jene, die die "wesentlichen Körperteile betreffen". "Konform-westlich denkende Frauen" werden gezwungen, in Stöckelschuhen und hautengen Jeans mit "richtig stehendem Busen" sich männlichen Blicken preiszugeben, muslimische Frauen werden von den Rovulutionswächtern der Bundesrepublik dazu gezwungen, ihre Burka gegen einen Bikini einzutauschen, und muslimische Schüler müssen ihre Gebete auf der Schultoilette verrichten, weil die Schulbehörden ihnen die Zuteilung eines eigenen Gebetsraums verweigern.
Schrecklich, schrecklich. Wer steckt nur hinter all diesen gemeinen Zwangsmaßnahmen? Es sind, wie kann es anders sein, "rechtspopulistische Politiker, Boulevardblätter, Feministinnen, Sozialdemokratinnen, erzkonservative Katholiken, Ex-Muslime". Fehlt nur noch der Hinweis auf die Israelis, den ewigen Sündenbock dieser Welt. Schließlich provozieren die mit ihren Nacktbadestränden schon lange die Palästinenser, die sich dagegen nur mit Selbstmordattentaten wehren konnten - bis das israelische Militär diese Strände gezielt unter Schutz nahm.
Was sind die gemeinsamen Ziele von Rechtspopulisten und Ex-Muslimen?
Und was ist das geheime Ziel dieser Rechtspopulisten und Ex-Muslime?
Man muß schon besonders blöde sein, um die These aufzustellen, daß ein angebliches "Dilemma" zwischen dem "Nacktsein dürfen" (nach Thurner ist das dasselbe wie das Verbot des Schleiers) und der Frauenquote in den höheren Etagen (von Wissenschaft und Politik) "durch die Muslimin" verhüllt werde. So als würden durch mehr verhüllte Musliminnen mehr Frauen Ministerpräsidentin oder Dekanin werden.
Und damit sind wir beim entscheidenden Punkt angelangt: Thurner gehört einfach zu den vielen Menschen in unserer Gesellschaft, die gerne Chef wären ohne etwas dafür zu tun. An ihrem eigenen Institut ist sie nur eine jämmerliche kleine Nummer, während ihre Geschlechtskolleginnen sich als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte auf Landes- oder Bundesebene, als Professorinnen in der Gender-Forschung oder als Leiterinnen von EU/UNO-Frauenbehörden profilieren.
Es gäbe aber auch noch andere Möglichkeiten für Ingrid Thurner, gesellschaftlich sinnvolle und anerkannte Arbeit zu tun. Sie könnte sich z.B. in Afghanistan totschießen lassen. Oder bei der Müllabfuhr, in Kaltwalzwerken oder Hochöfen arbeiten, in Transformatorenwerken als Ingenieurin Leitungsquerschnitte berechnen oder bei der Feuerwehr Leichen aus Autowracks holen. Die Männer, die in diesen Bereichen arbeiten, warten alle auf die Frauenquote, damit sie endlich auch mal im Kindergarten arbeiten können. Ach ja: als Frau hat man auch die Möglichkeit, Kinder zu gebären und großzuziehen. Wie wäre es damit? Oder ist das schon zu rechtspopulistisch?
Und schließlich: wenn die Thurner lieber an der Universität bleiben will - da fehlen noch viele Frauen bei den Mathematikern, den Physikern, den Elektroingenieuren und Maschinenbauern. Nur zu!
Anmerkungen und Links
[1] ingrid-thurner-und-die-freiheit-des-islam
[2] Gewissenloses Islam-Bashing, Der angebliche Zusammenhang von Islam und Gewalt – oder wie eine Religion stigmatisiert wird.
[3]Ingrid Thurner am institut für Kultur- und Sozialanthropologie
[4] Homepage von Ingrid Thurner
[5] Vom Zwang das Kopftuch nicht zu tragen - Kommentar von Ingrid Thurner auf AhLulBayt News Agency
[6] Feminismus und Kopftuchdebatte: Der nackte Zwang
[7] Auf der Achse des Guten: weiblich_verhuellte_logik
[8] Wider ein „Burka“-Verbot
[9] Der nackte Zwang. In: Süddeutsche Zeitung, 22. 6. 2010
[10] Vom Zwang das Kopftuch nicht zu tragen. islam.de, 29. 6. 2010
[11] Wie Fremdenfeindlichkeit Integration verhindert. In: Die Presse, Spectrum 15. 5. 2010
[12] Das Kopftuch: Der Stoff, aus dem Vorurteile sind.
[13] Zum weiblichen Sextourismus. In: Die Presse, Spectrum 31. 10. 2009
[14] Inszenierungen des weiblichen Körpers. WDR 5, Politikum, 13. 7. 2010
[15] Gebetsräume für muslimische Schüler in Berlin
Warum die Deutschen für den Antisemitismus so anfällig sind
Verfasst von vonhaeften am 10 Juli, 2010 - 09:47.
Woher kommt die Anziehungskraft des Antisemitismus für die Deutschen? Warum sind sich (fast) alle einig, daß Israel ein das Völkerrecht permanent brechender Apartheidsstaat ist? Werden wir schon alle mit diesem Vorurteil geboren? Nein, meint Klaus Kocks, ehemaliges Vorstandsmitglied des VW-Konzerns und gerne gesehener Gast bei Anne Will und Frank Plasberg: es sind
- die deutschen Lehrer,
- der deutsche Bundestag,
- die deutschen Journalisten,
die dafür verantwortlich zeichnen und die man an den Ohren ziehen müsse. Mehr dazu im Interview in der Jüdischen Allgemeinen.
Pressefreiheit im Iran: "Wenn du diese Filme zeigst, bist du tot!"
Verfasst von vonhaeften am 23 Juni, 2010 - 12:26.Iran Zendan, der jüngste Film des kürzlich entführten exil-iranischen Regisseurs Daryush Shokof ist ab sofort frei zugänglich auf der Webseite von STOP THE BOMB zu sehen. Daryush Shokof und seine Filme kamen in die Schlagzeilen, nachdem Shokof am 24.5.2010 verschleppt und für 13 Tage gefangengehalten wurde. Die Entführer warfen Shokof vor, mit seinen Filmen „den Islam, die islamische Regierung und Khomeini" zu beleidigen. Die Entführer drohten Shokof, bevor sie ihn am 6.6.2010 wieder frei ließen: „Wenn du diese Filme zeigst, bist du tot.“
Daryush Shokof erklärt jedoch: „Meine Entführung hat mich nur stärker und entschlossener gemacht, gegen das menschenverachtende Regime der Islamischen Republik Iran zu kämpfen. Meine beiden Filme sind den friedliebenden Menschen im Iran und ihrem Kampf um die Freiheit gewidmet.“
Die beiden jüngsten Filme von Daryush Shokof Iran Zendan („Gefängnis Iran“) und Hitler’s Grave hatten am 9.5.2010 in Berlin Premiere. In Iran Zendan werden Folter, Vergewaltigung und Hinrichtungen in den iranischen Gefängnissen gezeigt. Der Film offenbart dabei schonungslos das Wesen des iranischen Regimes, wie es seit 31 Jahren besteht. Neben Spielfilmszenen verarbeitet Shokof in Iran Zendan reale Bilder der Revolte und Repression des letzten Jahres.
STOP THE BOMB unterstützt Daryush Shokof bei der Internet-Premiere von Iran Zendan: „Eine mit Drohungen und Gewalt erzwungene Zensur kritischer Filme ist nicht akzeptabel. Spätestens seit Khomeinis Todesfatwa gegen Salman Rushdie vom 14. Februar 1989 bedroht das iranische Regime mit Morden und Morddrohungen weltweit die Kunst- und Meinungsfreiheit. Islamistischen Einschüchterungsversuchen muss offensiv begegnet werden, in diesem Fall durch Zeigen und Verbreiten der Filme“, so STOP THE BOMB-Sprecher Jonathan Weckerle.
Iran Zendan ist seit dem 22.6.2010 kostenlos und in voller Länge auf http://de.stopthebomb.net/de/start/deutschland/shokof.html zu sehen.
Ab Freitag, den 25.6.2010, 12.00 Uhr wird der Film zur Einbettung in andere Webseiten freigegeben. STOP THE BOMB fordert die internationale Öffentlichkeit auf, für eine größtmögliche Verbreitung dieser Anklage gegen die Folter-Hölle der Islamischen Republik Iran zu sorgen und auf diese Weise ein Zeichen der Solidarität mit der iranischen Opposition zu setzen.
Deutsche Menschenrechtsaktivisten helfen Terroristen
Verfasst von vonhaeften am 2 Juni, 2010 - 15:45.

Linkliste zu den Ereignissen in Gaza
- 20.06.2010: Henryk Broder: Warum die revolutionäre Linke Israel so hasst
- 20.06.2010: Wiener Taxifahrer weigern sich, jüdische Fahrgäste zu befördern.
- 19.06.2010: NZZ: Der kalkulierte Märtyrertod (von Joseph Croitoru)
- 16.06.2010: SPON rudert zurück, Reuters fälschte Fotos zugunsten der friedliebenden Menschenrechtsaktivisten
- 04.06.2010: Was wirklich an Bord der "Mavi Marmara" geschah
- 04.06.2010: taz: Gaza-Schiff in der Debatte, Märtyrer an Bord
- 04.06.2010: Spirit of Entebbe:Schuldig bis zum Beweis des Gegenteils. Und auch danach.
- 04.06.2010: Diese lästigen Juden, von CHARLES KRAUTHAMMER, übersetzt von Thomas Eppinger
- Memri: 'Freedom Flotilla' Organizer Bülent Yildirim bei der Hamas Rally in Gaza 2009 zur Judenfrage
- 03.06.2010: Alan Posener über Henning Mankell
- 02.06.2010: WELT-Online:Linke Gaza-Aktivisten schützen radikale Islamisten
- 02.06.2010: Thomas Eppinger: Israel in der Doppelmühle
- Blog der israelischen Botschaft
- YouTube-Kanal der IDF
- Petition für den Bundestags-Ausschluß der Abgeordneten der Linken, die auf dem Boot waren
- Informationen über die Terror-Aktivitäten der Organisatoren der Flotte(1)
- Informationen über die Terror-Aktivitäten der Organisatoren der Flotte(2)
- Augenzeugenbericht von den Gewalttaten auf dem türkischen Schiff
- International Humanitarian Law, Website des Roten Kreuz
- 01.06.2010: Boris Kálnoky (WELT), Die dubiosen Passagiere,
- 31.05.2010: Die sächsische NPD fordert Abbruch der Beziehungen zum Schurkenstaat Israel
- 31.05.2010:Lizas Welt: Aufgebrachte Narrenschiffe
- 30.05.2010: Richard Herzinger (WELT): Ein Schiff voller Narren
- Spirit of Entebbe:The Moscow Times
- vom Begleitschiff
- Violence Against Israeli Navy Soldiers : vom Hubschrauber
- Stabbing IDF soldiers: an Bord (Messer)
- an Bord (Schießerei)
Deadlocks in Israel
Verfasst von vonhaeften am 26 Mai, 2010 - 06:29.

Micha Rupp schreibt auf Facebook:
Wer kann in Frieden leben, wenn der Nachbar nicht will. Und der Islam kann dieses Gebiet nicht aufgeben. NIE. Und nachdem die Juden auch nicht gehen, was ich ihnen nicht verdenke sitzen wir Menschen im Deadlock...
Das kann nur Gott regeln.
Der "Deadlock" ist ein hübsches Synonym, aber er trifft nicht ganz die Realität der Situation. Die Juden, so könnten wir sagen, setzen eine Sperre auf Jerusalem (das ist unsere Hauptstadt!). Die Palästinenser haben vorher schon eine Sperre auf Samaria gesetzt und wollen dann auf Jerusalem ein "Update" machen: geht nicht. Die Juden ihrerseits wollen nun weiter nach Samaria und dort eine Siedlung errichten: Bingo! Deadlock! Jetzt warten beide darauf, daß die Sperre des jeweils anderen aufgehoben wird. Keiner kommt voran!
Was ich sagen will: der Vergleich ist wirklich nett, aber er krankt daran, daß es sich hier nicht um eine Transaktion im Sinne der Informatik handelt, sondern um voneinander unabhängig gesetzte Sperren, die von der jeweils anderen Seite weder erkannt werden noch verhandelbar sind. Die beiden "Prozesse" bzw. politischen Systeme handeln nicht in einem gemeinsamen Betriebssystem und halten sich auch nicht an irgendwelche gemeinsamen Regeln. Auch scheint mir die Möglichkeit, daß einer der Prozesse mit einer Fehlermeldung ("ich gebs auf") die Transaktion des anderen freigibt, sehr gering. In diesem Falle könnte man nämlich noch von einem "milden" Deadlock sprechen, aber selbst das ist eher unwahrscheinlich.
Statt auf Gott als Regler des Problems zu hoffen setze ich eher auf die Kräfte der wissenschaftlichen Evolution: es wird derjenige gewinnen, der als erster eine Alternative zum Öl als Energielieferanten gefunden hat und gleichzeitig genügend intelligente Waffen hat, um vorübergehend den arabischen Ölpotentaten zu widerstehen, solange nämlich, bis wir vom Öl unabhängig geworden sind.
Die Simpsons in Israel
Verfasst von vonhaeften am 11 April, 2010 - 12:19.
Nach Australien, England, Frankreich und Japan machen die Simpsons jetzt auch einen Ausflug nach Israel. Dabei erkrankt Homer am "Jerusalem Syndrome" und denkt, er sei der Messias. Auch Krusty, Sohn des Springfielder Rabbis Hyman Krustofski - von diesem enterbt,da er lieber ein Clown statt eines Rabbis werden wollte - ist mit von der Partie wie auch Ned Flanders, Simpsons frommer Nachbar, der ihn zu dieser Reise eingeladen hatte und natürlich von Homer mit seinen üblichen Scherzen zum Wahnsinn getrieben wird.
Katrin Richter hat auf der neuen Website der Jüdischen Allgemeinen eine Zusammenfassung der 16.Episode der 21.Staffel geschrieben: [1].
[1] Katrin Richter von der jüdischen Allgemeinen: Homer, Hühnchen und Heiliges
[2] JewishJournal.com: Simpsons in Israel Spoilers [the Definitive Guide]
[3] Wikipedia: Liste der Simpsons-Episoden
Hamburg Ostern 2010
Verfasst von vonhaeften am 8 April, 2010 - 12:24.
Wer Hamburg besucht, sollte auf jeden Fall eine Hafenrundfahrt machen. Nicht nur wegen der dicken "Pötte", die man dort zu sehen bekommt, sondern auch wegen der gewaltigen Kräne, die die stählernen Container zwischen Land und Schiff hin- und herbewegen. Außer auf die behäbig durch die Fahrrinne gleitenden Frachtschiffe mit ihrem funktionalen, aber häßlichen Design kann man ab und zu einen Blick auf eine elegante Jacht werfen, die im Dock bei Blohm&Voss überholt wird.
Auffallend im städtischen Verkehr sind auch die Wasserstoff-Busse von Vattenfall. Es handelt sich hier nicht um Busse mit einem Wasserstoff-Verbrennungsmotor, sondern um solche mit Brennstoffzellentechnologie. Die Brennstoffzellen befinden sich auf dem Dach des Busses, der während der Fahrt nichts weiter als ein bißchen Wärme und Wasserdampf an die Umwelt abgibt. Es werden inzwischen 9 Busse mit Brennstoffzellentechnologie im Stadtgebiet eingesetzt.
Dieses Denkmal erinnert an die im 1.Weltkrieg gefallenen Hamburger Soldaten. Im 2.Weltkrieg kamen dagegen nicht nur tausende von Hamburger Soldaten ums Leben, sondern auch Zivilisten, die dem ersten großen Feuersturm des 2.Weltkriegs zum Opfer fielen. Bei 7 Großangriffen der Royal Air Force wurden zwischen dem 24.Juli und 3.August 1943 rund 34000 Hamburger getötet.
Jüdische Mitbürger lebten zum Zeitpunkt der alliierten Bombenangriffe kaum noch in Hamburg: man hatte sie in den Osten deportiert. Von den etwa 24000 Juden, die 1933 noch in Hamburg lebten, waren am Ende des Krieges nur noch 945 übrig. Die Erinnerungstafel auf dem Foto links steht auf dem Gelände der Universität.
Im Stadtteil „Billwerder Ausschlag“ (heute in Rothenburgsort) lag die Schule Bullenhuser Damm, in der die SS im April 1945 zwanzig jüdische Kinder zusammen mit ihren Pflegern erhängte. An den Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren waren zuvor im KZ Neuengamme grausame medizinische Experimente durchgeführt worden, durch die Tat - kurz vor der Besetzung Hamburgs durch britische Truppen - sollte dies vertuscht werden. (Wikipedia)
Stolpersteine heißt das Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig, mit dem seit 1995 an die Opfer der NS-Zeit erinnert werden soll. Hamburg hat von allen deutschen Städten inzwischen die meisten Stolpersteine (über 2400).
10 Meter vom Denkmal für die Gefallenen des 1.Weltkriegs entfernt erinnert eine mannshohe Skulptur an jemanden, der mit Hamburg eigentlich nichts am Hut hatte: Ernesto Che Guevara.
Warum die Hamburger nun ausgerechnet diesem Arzt und Scharfrichter, diesem Idol von Dutschke, Sartre und de Beauvoir ein Denkmal setzen mußten, bleibt ein Rätsel.
So können wir uns nur mit Wolf Schneider in der NZZ fragen:
Wie erklärt sich die bis heute ungebrochene Popularität eines Mannes, dessen Wirken ein einziges Desaster war – eines überspannten Selbstdarstellers, der brutal den Tod gab und vor der Wirklichkeit völlig versagte? Die revoltierenden Studenten von 1968 hatten ihr Idol gefunden: den Heiland der Regenwälder, der es gewagt hatte, dem Imperialismus die Stirn zu bieten; das, wovon sie nur redeten, hatte er getan.
Zum Weltruhm aber hätte das noch nicht genügt. Dazu kam wohl, dass er – der Tollkühne, Unbestechliche, Todessüchtige mit seinem phantastischen Lebensentwurf – zum bewunderten, verabscheuten Gegenpol aller satten Bürger der westlichen Welt geworden ist: ein faszinierender Extremfall der Gattung Mensch; unter allen Märtyrern der einzige mit Sex-Appeal; eine unwiederholbare Mischung aus Jesus, Lenin, Tarzan und dem schönen Rudolph Valentino.
Uri Avnery auf WDR5: Vom Jammer immer missverstanden zu werden
Verfasst von vonhaeften am 23 März, 2010 - 20:49.
Mehr als tausend Jahre lang war die jüdische Besiedlung des Westjordanlandes und Jerusalems ein ganz normaler, erlaubter Vorgang. Erst nachdem die Jordanier 1948 den Ostteil Jerusalems und das Westjordanland besetzten, war es damit vorbei: der Verkauf von Land an Juden galt als Kapitalverbrechen. 1967, nach dem Israel aufgezwungenen 6-Tage-Krieg, änderte sich die Lage wieder.
Nun drehten die Israelis nicht etwa den Spieß herum und verboten Arabern, im Westjordanland oder Jerusalem Wohnungen zu erwerben oder Häuser zu bauen. Im Gegenteil: seither sind hunderte von Wohnungen in jüdischen Stadtvierteln und im Westteil der Stadt von arabischen Einwohnern erworben bzw. angemietet worden, es gibt kein Verbot arabischen Wohnungskaufs im Westteil der Stadt und kein Verbot jüdischen Wohnungskaufs oder -baus im Ostteil der Stadt. Dasselbe gilt auch für das Westjordanland.
Allen Einwohnern Jerusalems steht es frei, in beliebigen Teilen der Stadt zu wohnen,
unabhängig von Rasse, Religion oder ethnischer Zugehörigkeit. So wie die
arabischen Einwohner in vorherrschend jüdischen Stadtvierteln wohnen können,
so können auch Juden frei wählen, wo in der Stadt sie gern leben würden. Die in
gewissen Kreisen erhobene Forderung, Juden zu verbieten, irgendwo in der
Stadt zu leben, ist genauso bodenlos – und widerrechtlich – wie die Forderung,
Juden könnten nicht in bestimmten Gegenden von London, Paris, Moskau oder
New York leben.[6]
Irgendwas kann daran nicht stimmen. Denn regelmäßig empören sich Palästinenser und ihre Freunde in Europa über die unverschämten Ansprüche "rechtsradikaler jüdischer Siedler" auf palästinensische Gebiete und beklagen sich über die riesigen Siedlungen der "rechtsradikalen" Juden, die ja immerhin etwa 1,7% des Gesamtgebiets des Westjordanlands in Anspruch nehmen. Zu diesen "Freunden" aus Europa gehören auch fast alle Rundfunkanstalten Deutschlands, jenes Landes, in dem man vor nicht allzu langer Zeit 6 Millionen Juden umbrachte, weil man meinte, daß diese Untermenschen weder ein Recht auf Wohnung noch auf Überleben in einem rassisch reinen Staat Deutschland haben.

Auch dem WDR5 erschien der Wunsch der Einwohner des jüdischen Staates Israel, in ihrer eigenen Hauptstadt Wohnungen zu bauen und zu mieten, als höchst merkwürdig. Schließlich gehört doch mindestens die Hälfte dieser Hauptstadt den unterdrückten Palästinensern, und wo die ihre Häuser haben, da sollen Juden sich gefälligst nicht breit machen.
Das dachte sich vermutlich auch Valentina Dobrosavljevic, jene 31-jährige Volontärin beim WDR, die sich in einer Sendung zum Thema "Siedlungsbau in Jerusalem" erstmals als Redakteurin versuchte. Dobrosavljevic, deren Hobbies Klettern, Kino, Kunst und Kochen sind, nicht aber Denken, Lernen oder Recherchieren, hatte einen besonders intelligenten Einfall, wie man dem deutschen Publikum das zum Himmel schreiende Unrecht der geplanten Siedlungen in Jerusalem näherbringen könnte: indem man nämlich einen bekannten Vertreter der Spezies "israelischer Friedens- und Menschenrechtsaktivist" in ihrer Sendung auftreten läßt. Denn wenn so jemand die eigene Regierung kritisiert, wirkt das allemal glaubwürdiger als wenn ein "rechtsradikaler Siedler", ein noch rechtsradikalerer israelischer Soldat oder der "ultrarechte" jetzige Aussenminister Avigdor Liebermann zu Worte kommen.

Valentina Dobrosavljevic und ihre Moderatorin Liane Billerbeck, Jahrgang 1957, beschlossen also, Uri Avnery, bekannt als Johannes Heesters der Israelkritik oder auch Guru der antisemitisch kontaminierten “kritischen Freunde” Israels, in der WDR5-Sendung vom 23.03.2010 das Wort zu geben. Genauer gesagt: sich ein weiteres mal zu blamieren. Avnery, der mit dem Verteufeln von Juden, speziell den Siedlern, Soldaten und "rechtsradikalen Hardlinern" seiner ehemaligen Heimat Israel sein Geld verdient, verdankt seine Stellung als weltbester Israelhasser insbesondere seinen deutschen Bewunderern, hauptsächlich antisemitischen, die ihn überall untertänigst oder auch frenetisch beklatschen. Denn was lieben die Deutschen mehr als einen Juden, der ihnen immerzu bescheinigt, daß sie selbst ja gar nicht so schlimm sind wie die jüdischen Völkermörder in Israel, die das GKZAZ, das größte KZ aller Zeiten in Form des Gazastreifens errichtet haben. Aber das ist ja alles nur ein großes Mißverständnis, wie uns Avnery, der „Darling der deutschen Israelkritikerszene“ (Claudio Casula), erklärt. Denn die Israelis meinen das alles ja nicht so, erklärt er uns augenzwinkernd...

Vom Jammer immer missverstanden zu werden
von Uri Avnery
Israel macht keine Propaganda. Um Gotteswillen nicht. Propaganda ist ja etwas, was Diktatoren tun. Und Israel ist bekanntlich die einzige Demokratie im Nahen Osten. Darum machen wir keine Propaganda – Ta’amulah auf Hebräisch - sondern Hsabarah, Erklärung. Wir werden ja immer missverstanden. Wenn man missverstanden wird, muss man die Dinge eben so lange erklären, bis es auch die Borniertesten unter uns verstehen.
Hasbarah – Erklärung – spielt im israelischen Diskurs eine gewaltige Rolle. Das ist auch ganz natürlich. Da wir immer Recht haben – und zwar nicht zu 99 Prozent, sondern 100 prozentig – brauchen wir uns nicht zu rechtfertigen, wir müssen uns nur erklären.
Lesen Sie weiter beim WDR5: [1]
Anmerkungen und Links
[1] WDR5 am 23.03.2010: Vom Jammer immer missverstanden zu werden, Diplomatische Spannungen zwischen Israel und den USA
[2] Programmvolontärinnen und -volontäre 2008/09 auf WDR5: Valentina Dobrosavljevic
[3] Moderation: Liane von Billerbeck
[4] Nazi-kompatible Vorzeigejuden wie Michael Warschawski, Ilan Pappe und Uri Avnery
[5] Homepage von Uri Avnery
[6] Der Friedensprozess mit den Palästinensern: Fragen und Antworten





















