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Eine perfekte Hamas - Inszenierung
Verfasst von Anonymous am 25 Januar, 2008 - 12:57.Hunderttausende Palästinenser strömten in den vergangenen Tagen aus dem Gazastreifen nach Ägypten. Gestern versuchten ägyptische Soldaten, die Grenzen wieder zu schließen und die Palästinenser mit Hilfe von Wasserwerfern und Schlagstöcken zurückzudrängen. Doch das Ultimatum für die Grenzschließung verstrich und die Lage drohte zu eskalieren. Hamas-Aktivisten brachen neue Löcher in die Grenzmauer, während Ägyptens Soldaten Durchbrüche zumauerten. Mit der gesamten Aktion zeigt die Hamas erneut ihre Skrupellosigkeit und schafft mit Gewalt Fakten.
Die Region und die Weltöffentlichkeit sind gezwungen, zu reagieren und beschuldigen dennoch weiterhin Israel, die menschenunwürdige Situation der Palästineneser zu verursachen und für die Gewalteskalation verantwortlich zu sein.
Doch ausschließlich die Hamas trägt die Verantwortung für das Wohlergehen der Bevölkerung, deren Lage unverändert schlecht ist.
Sämtliche Friedensbemühungen werden von der Hamas weiterhin abgelehnt und die Vernichtung des Staates Israel steht nach wie vor als erklärtes politisches Ziel fest.
Es liegt bei der Hamas, den entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit freizulassen und die dauernden Angriffe auf Israel einzustellen.
Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass durch den Dauerbeschuss der israelischen Stadt Sderot von Kassam- Raketen nicht noch mehr Ziele getroffen, Menschen verletzt und getötet wurden.
Dennoch erntet die Hamas Verständnis und Akzeptanz für ihre Politik und Israel wird als Aggressor dargestellt.
Im Jahr 2005 hat Israel den Rückzug aus dem Gazastreifen durchgesetzt, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Seitdem sind ausschließlich die Palästinenser für dieses Gebiet verantwortlich.
Ägypten hat seinerseits schon vor Monaten die Grenzen zu "Hamistan" abgeriegelt. Die Hamas hält sozusagen ihr eigenes Volk als Geisel und niemand protestiert dagegen.
Die Kölner Moschee soll schrumpfen
Verfasst von Anonymous am 22 Januar, 2008 - 11:26.
In den vergangenen Monaten war es still geworden um den Bau der repräsentativen Kölner Großmoschee.
Der für Dezember 2007 erwartete Bauantrag durch die Ditib wurde überraschend nicht gestellt und die letzte Beirats-Sitzung mit der Begründung abgesagt, die "Fachkonferenz" habe "eine Pause eingelegt". Die Fragen von Politikern und Medien nach dem Warum blieben wochenlang unbeantwortet.
Am vergangenen Dienstag nun gab die Pressestelle der Ditib ein kurzgefasstes Informationspapier heraus, in dem eine Verkleinerung der Nutzfläche und die Reduzierung der Parkplätze angekündigt wurde. Diese Neuerungen und vor allem diese Vorgehensweise stießen allgemein auf Unverständnis und Verärgerung.
Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit, sowie das Einbeziehen von Bürgervertretern in die Planungen sind demnach weiterhin leere Versprechungen des Ditib- Vorstandes.
Selbst Oberbürgermeister Fritz Schramma, eifrigster Moschee- Befürworter, war erstaunt und erbost über die neuen Pläne und die Vorgehensweise der Ditib. In einem Fernseh- Interview (WDR) sagte er, dass die Moschee so wie geplant, sofort hätte gebaut werden können. Die Ditib hatte alle erforderlichen Zusagen und man habe auf den Bauantrag gewartet. Jetzt rudere die Ditib zurück und wolle ausgerechnet an den Parkplätzen sparen, um deren Zahl so hart gerungen worden war. In diesem Punkt gäbe es keine Diskussion.
Besonders dreist ist die Begründung der Ditib für die Änderungen. Laut Mehmet Günet, zuständig für Liegenschaften, seinen die neuen Pläne ein Entgegenkommen gegenüber Kritikern und ein Bemühen um mehr Akzeptanz in der Bevölkerung!
Tatsächlich geht es aber um die Finanzierung des Prestige- Objekts.
Moschee-Kritiker raus !
Verfasst von Anonymous am 15 Dezember, 2007 - 10:50.Nach dem Eklat in der CDU- Mitgliederversammlung vom 4.12. soll nun der stellvertretende Ehrenfelder Bezirksbürgermeister und CDU- Ortsverbandsvorsitzende Jörg Uckermann, der dem Bau der Groß- Moschee ablehnend gegenüber steht, aus seiner Partei ausgeschlossen werden und mit sofortiger Wirkung seine Mitgliederrechte verlieren.
Dies wurde ihm in einem Brief von CDU- Chef Walter Reinarz mitgeteilt. Am kommenden Montag werde sich der Parteivorstand "mit den Vorkommnissen und Ihrem Verhalten vor und während der Mitgliederversammlung am 4. Dezember 2007 befassen", so Reinarz.
In der Geschichte der Kölner CDU ist es das erste Mal, dass ein Funktionsträger durch ein Ausschlussverfahren aus seinen Ämtern entfernt werden soll.
Uckermann hält es "für höchst unfair und undemokratisch, wie Herr Reinarz versucht, innerparteiliche Opposition auf diese Weise auszuschalten."
Der Konflikt zwischen der Parteispitze um Schramma und Reinarz und der Parteibasis, die Uckermanns Position unterstützt, spitzt sich weiter zu.
Eklat in der Kölner CDU
Verfasst von Anonymous am 10 Dezember, 2007 - 14:19."Klüngel" dürfte wieder einmal das Wort des Jahres für die Kölner CDU werden.
Ein wunderbares Beispiel für das Wesen dieses Klüngels ist das Geschehen rund um die eilig einberufene Mitgliederversammlung der CDU am letzten Dienstag.
Wie hinlänglich bekannt, warten Köln und der Rest der Welt seit geraumer Zeit auf den Bauantrag der Ditib für die umstrittene repräsentative Großmoschee in Köln- Ehrenfeld.
Der Streit um dieses Projekt ist längst nicht beigelegt. Vor allem innerhalb der CDU stehen sich Befürworter und Gegner unversöhnlich gegenüber.
Während es CDU- Oberbürgermeister Fritz Schramma allem Anschein nach unbeirrt darauf anlegt, als der glühendste Befürworter der Großmoschee in die Stadtgeschichte einzugehen, lehnt der engagierte Ortsverbandsvorsitzende von Ehrenfeld, Jörg Uckermann und mit ihm die Mehrheit der Bevölkerung, den Prunkbau ab.
Auf besagter Mitgliederversammlung kam es nach der Wiederwahl Uckermanns als stellvertretenderm Bezirksbürgermeister zu einem Eklat.
Klartext - Neues vom Moscheebau in Köln
Verfasst von Anonymous am 8 November, 2007 - 15:28.
Verblüfft und verärgert reagierte Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (links im Bild) auf die kompromisslosen Worte von Sadi Arslan, dem Vorsitzenden der Ditib - nachzulesen auf Türkisch in der Europa- Ausgabe der türkischen Zeitung "Sabah" :
"Wir entscheiden, wie groß und wie breit die Moschee gebaut wird. Wir sind nicht bereit, Zugeständnisse zu machen." In dem Gespräch räumt Arslan ein paar ernsthafte Hindernisse beim Moscheebau ein, die er jedoch durch "vernünftiges Handeln" zu überwinden hofft. Er verbittet sich in scharfem Ton die Einflussnahme Dritter :
"Wie wir uns nicht in die Angelegenheiten anderer Religionsgemeinschaften einmischen, so sollten sich die Vertreter anderer Religionen nicht in unsere Sachen einmischen und in die Art, wie wir unseren Glauben praktizieren. Das geht sie nichts an. Die Entscheidung liegt bei uns. Wir haben uns dafür nicht zu rechtfertigen."
Arslan ignoriert dabei schlichtweg, dass er sich in der Bundesrepublik Deutschland befindet, dass er sich nach deren Gesetzen zu richten hat.
Man stelle sich vor, christliche Glaubensgemeinschaften würden mit ähnlichen Sprüchen und Ansprüchen in der Türkei auftreten. Glaubt Herr Arslan, der türkische Staat reagiere mit Akzeptanz, Verständnis und Zustimmung auf eine solche Überheblichkeit, Dreistigkeit und Machtdemonstration?

Vielleicht ahnt Herr Schramma nach diesen klaren Worten, worum es der Ditib offensichtlich beim Moscheebau geht.
Da klingen die emotionalen Beteuerungen Arslans in seiner Ansprache zum Ramadan- Ende wenig glaubwürdig, wo er von der Wertschätzung für die Hilfe deutscher Freunde und seinem Willen zum Kompromiss sprach. In diesem Zusammenhang wartet Schramma noch immer auf eine Reaktion des Ditib- Vorstands auf seinen Vorschlag, eine gemeinsame Erklärung zum Moscheebau herauszugeben.
Allerdings scheint sich Schramma von seiner Verblüffung und Verärgerung schnell zu erholen, kennt er doch bereits die Erfahrung, "dass dieselben Leute zum gleichen Thema an verschiedenen Orten ganz unterschiedlich sprechen."
Immerhin hält er diese Vorgehensweise nicht für vertrauensfördernd.
Derweil versucht Ditib- Sprecherin Ikbal Kilic, die Arslan- Äußerungen zu relativieren, die selbstverständlich "außerhalb des Kontextes" zitiert wurden und dort sicherlich etwas ganz anderes bedeuten. Arslan habe sich in dem Gespräch lediglich auf die Frage bezogen, ob die heftige und oft unsachliche Kritik Einfluss auf den Bau hat. Arslan wisse natürlich, dass letztlich der Stadtrat entscheide. Im Übrigen sei die Ditib an einem möglichst breiten Konsens interessiert. Wie dieser aussehen könnte, bleibt eine spannende Frage.
Die Finanzierungsfrage: Neues vom Moscheebau in Köln
Verfasst von Anonymous am 31 Oktober, 2007 - 10:20.
Die Kosten für die geplante Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld belaufen sich voraussichtlich auf rund 25 Millionen Euro, so die Information von Necla Kelek in einem Interview in der Oktoberausgabe des "Cicero".
Für Protest seitens der Ditib sorgte Keleks Behauptung, 7,5 Millionen Euro würden aus EU- Mitteln gedeckt.
Da Gelder aus EU- Töpfen nur über das Land beantragt werden können, wurde dort nachgefragt. Eine Sprecherin von Integrationsminister Armin Laschet erklärte: "Weder im Ministerium für Städtebau noch in unserem Ministerium ist ein solcher Antrag bekannt." Auch in Köln sei keine öffentliche Förderung des Moscheebaus geplant.
Dennoch ist es interessant, die Frage nach der Finanzierung zu stellen, denn die Ditib ist ein selbsttragender Verein, "der keine staatlichen Zuschüsse bekommt - weder aus Deutschland noch aus der Türkei"- nachzulesen in den Ditib-Statuten.
Zur Zeit vermietet die Ditib auf ihrem Gelände Gewerbeflächen von ca. 600 qm, um aus diesen Erträgen und den eingenommenen Spenden, die Gemeinde zu finanzieren.
Demnächst umfasst das Gelände 20 000 qm, wovon die Flächen für Parkplätze, Verwaltungs- und versorgungstechnische Gebäude, die Moschee und die Gemeinderäume abgehen, was Vermietungsmöglichkeiten betrifft.
Der Gesamtkomplex soll laut Ditib vollständig aus eigenen Einnahmnen und Spenden finanziert werden.
Da ist das Rechenexempel von Frau Kelek durchaus gestattet: Jeder der behaupteten 100 000 Muslime in Köln und Umgebung müsste 175 Euro spenden, um die Restsumme aufzubringen.
Auch die anschließende Frage, ob dies glaubwürdig sei, darf gestellt werden.
Necla Kelek weist darauf hin, dass der Etat der türkischen Religionsbehörde, der die Ditib angeschlossen ist, nach dem des Militärs der höchste Posten im türkischen Haushalt ist.
Allein die Ditib kann dem Rätselraten ein Ende setzen, indem sie die Finanzierung der Zentralmoschee offenlegt.
Wieder da: Die Minarett - Frage
Verfasst von Anonymous am 20 Oktober, 2007 - 21:48.Die Ditib ist jetzt doch nicht zufrieden mit den neuen Minaretten der geplanten Großmoschee in Köln-Ehrenfeld.
Nachdem die ursprünglich viereckigen Türme in der Öffentlicheit auf breite Kritik gestoßen waren, hatte Architekt Böhm gemeinsam mit der Ditib Ende August einen neuen Entwurf mit sehr schlanken säulenförmigen Minaretten vorgestellt, die besser zu dem schalenförmigen Gebetsraum in der Mitte passen würden.
Inzwischen halten aber die Gemeindemitglieder diese filigranen Türme für zu abstrakt.
Böhm will zunächst die neue Form weiter entwickeln. Das heißt, es müssen noch Treppen eingebaut und je zwei Terrassen pro Minarett eingefügt werden. Dies sei auch aus Wartungszwecken erforderlich. Natürlich könne auch ein Muezzin die Minarette besteigen...
Das allerdings wird ja nicht geschehen, denn die Ditib, der Moschee-Beirat und die Politik sind sich einig: Der Gebetsruf des Muezzin wird nicht über Ehrenfeld erschallen - ungeachtet dessen, was Herr Arslan sagt.
Teile der CDU-Fraktion im Stadtrat zweifeln denn auch an dieser Aussage und verlangen eine schriftliche Vereinbarung, eine Art Selbstverpflichtung der Ditib, auf den Muezzinruf zu verzichten.
Letzten Dienstag präsentierte Böhm der Fraktion tatsächlich den alten Entwurf mit den viereckigen Minaretten, die dem Wunsch der Ditib näher kommen. Verständlicherweise reagierten die Ratsmitglieder verärgert. Diese Phase der Diskussion sei doch längst abgehakt - Denkste!
Schließlich kann bis zum Antrag für die Baugenehmigung Anfang des Jahres 2008 immer noch alles auf den Kopf gestellt werden.
Ein Brückenschlag ?
Verfasst von Anonymous am 3 Oktober, 2007 - 23:39.Sadi Arslan, ehemaliger Berliner Botschaftsrat für Religiöse Angelegenheiten, wurde im April 2007 von der Vollversammlung der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) für zwei Jahre zum Vorsitzenden gewählt.
Arslan spricht fließend Arabisch, Englisch und Italienisch, aber kein Deutsch. Er bemüht sich jedoch, dieses Defizit so schnell wie möglich zu beheben.
Beim Lesen seiner Interview-Antworten stellt sich allerdings die Frage, ob das Vorhaben von Erfolg gekrönt ist.
Zu Beginn seiner Amtszeit stand Arslan dem KSTA in einem Interview Rede und Antwort.
Dort bestritt er, die Ditib erhalte Anweisungen von der Türkischen Religionsbehörde. Alle Entscheidungen würden in Köln getroffen.
Tatsächlich ist es jedoch so, dass über 400, der Religionsbehörde unterstellte türkische Amtsgeistliche in den Moscheegemeinden der Ditib als Imame predigen, lehren und ausbilden - und selbstverständlich erhalten diese Herren ihre Anweisungen von der Türkischen Religionsbehörde.
Im April-Interview stellte Arslan fest, dass es für den Bau der Großmoschee eine breite Zustimmung in der Stadt Köln gebe. Er glaube nicht, dass die Nachbarschaft in Ehrenfeld dem Projekt besonders skeptisch gegenüber steht, weil sich dort schon lange eine Moschee befindet, die nun lediglich ausgebaut wird.
Wie Meinungsäußerungen zu verstehen sind und welche Bedeutung dem Wort "Ausbau" zugrunde liegt, scheint Arslan noch nicht ganz klar zu sein.
Er ist der Meinung, die Öffentlichkeit und die Nachbarschaft seien im Vorfeld ausreichend über die Baumaßnahmen informiert worden. Schließlich schreibe seine Religion vor, die Nachbarn sehr zu schätzen und demnach gebe es viele gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen. Die Frage allerdings bezog sich auf einen anderen Inhalt.
Das Misstrauen der Bürger habe laut Arslan, nichts mit der Ditib zu tun, sondern wird von weltpolitischen Entwicklungen beeinflusst.
Die Ditib stehe auf dem Boden des Grundgesetzes und von ihren Mitgliedern dürfe kein Schaden ausgehen - so sieht es die Religion vor. Im gleichen Zusammenhang sagte Arslan an anderer Stelle, es verletze die Muslime, wenn ihr Glaube ständig mit Terrorismus und Gewalt in Verbindung gebracht werde, "Der Islam dient der Glückseligkeit".
Man müsse die Menschen noch besser über das Moscheeprojekt aufklären, um ihnen die Ängste zu nehmen. So wird "in der Moschee Türkisch gesprochen und auch auf Deutsch gepredigt. Die Kernaussage wird auf Deutsch erfolgen. Es ist wichtig, dass jeder der kommt, die Kernaussage versteht."
Zum "Tag der Moschee" am 3.Oktober, der unter dem Motto "Moscheen - Brücken für eine gemeinsame Zukunft" statt fand, erschien ein weiteres Interview mit Sadi Arslan, diesmal im Kölner "Express".
Vielleicht wendet Arslan eine bekannte Gesprächstaktik an, wenn seine Antworten sich oft nicht auf den Inhalt der Fragen beziehen.
So beantwortete er die Frage, ob die Bedenken der Bevölkerung beim Moscheebau unterschätzt worden seien, folgendermaßen : "Eine Mehrheit ist nach wie vor für den Moscheebau." Wurde Arslan falsch informiert oder sind seine Deutschkenntnisse einfach noch zu rudimentär?
Diese Befürchtung erhebt sich auch bei seiner Stellungnahme zu der Frage, ob auf den Ruf des Muezzins verzichtet werden könne: "Nein. Wer weiß, vielleicht wird irgendwann von der Bevölkerung der hörbare Ruf des Muezzins gewünscht." Des weiteren bezieht sich Arslan auf Fehler der katholischen Kirche und stellt einen nicht nachvollziehbaren Zusammenhang zur Öffentlichkeitsarbeit der Ditib her.
Arslan teilte mit, dass die Predigtsprache Türkisch sein wird und es ihm gleich sei, ob der Lehrer im Religionsunterricht türkisch oder deutsch spricht - Hauptsache, dieser Unterricht findet statt.
Die Ditib will ausgerechnet durch diese Entscheidungen verhindern, dass es zu einer Türkiisierung des Stadtviertels und zur Bildung einer geschlossenen türkischen Gesellschaft kommt- Mit hohen Minaretten, lauten Muezzinrufen und Türkisch als Predigtsprache. Aha.
Schramma allein zu Haus
Verfasst von Anonymous am 10 September, 2007 - 13:38.....und keiner da, der seine Erinnerungslücken füllt!
Inzwischen hat der Kölner Moscheebau der Türkisch-Islamischen Union eine weitere Hürde genommen.
Der Ratsausschuss für Stadtentwicklung sprach sich dafür aus, die erforderlichen Änderungen des Bebauungsplans offenzulegen.
Nach Bekanntgabe des Termins können die Bürger dann vier Wochen lang Einwände gegen den Moschee-Entwurf vorbringen.
Erst danach wird der Rat den Bebauungsplan erlassen.
Die Kölner CDU stimmte zum ersten Mal während des städtischen Planverfahrens gegen den Bau und stellt sich damit gegen die Beschlussvorlage des Oberbürgermeisters Fritz Schramma aus den eigenen Reihen.
Der Parteivorsitzende Jürgen Klipper wies in seiner Begründung auf die bereits vollzogene Entwicklung einer türkischen Parallelgesellschaft in der Keupstraße im Kölner Stadtteil Mülheim hin. Vor einer entsprechenden Entwicklung in Ehrenfeld habe er "eine riesenhafte Angst".
Die DITIB hätte den Gedanken der Integration mehr in den Vordergrund stellen müssen. Außerdem habe der Böhm-Entwurf zwar den ersten Platz im Architektenwettbewerb gewonnen, aber die DITIB folgte der Empfehlung des Preisgerichts nicht, die Kuppel zu verkleinern. Im Gegenteil- der Entwurf sei noch erweitert worden und würde eher ein Machtsymbol darstellen, als sich in die bauliche Umgebung einfügen.
All dies hat Fritz Schramma anscheinend vergessen.
Er kritisiert das Abstimmungverhalten seiner Partei und lobt die DITIB dafür, dass sie alles eingehalten hat, was sie bisher versprochen hat. Wer weiß - die Öffentlichkeit jedenfalls kennt diese Versprechungen der DITIB Herrn Schramma gegenüber nicht.
Bekannt ist dafür, dass die Bevölkerung von ihr nicht angemessen und nicht rechtzeitig gefragt und informiert wurde. Fakt ist des weiteren, dass die Bedenken der Bürger und verschiedener Politiker, was die Ausmaße und die Nutzung des Gesamtkomplexes betrifft, nicht berücksichtigt und schon gar nicht in die Planung einbezogen wurden.
Ob Schrammas Forderung nach Deutsch als Predigtsprache vom Bauträger umgesetzt wird, ist sehr fraglich.
Doch laut Schramma hat sich die DITIB "enorm bewegt in den Punkten, die ich inhaltlich von ihr erwarte".
Zwischen ihm und der DITIB wird zur Zeit an einer Vereinbarung gearbeitet, die viele Kritiker umstimmen könnte. Die DITIB habe ihm zugesagt, "den Wünschen und Forderungen der Stadtgesellschaft" entgegenzukommen.
Was auch immer diese äußerst vage Formulierung bedeuten mag- die angekündigte Vereinbarung wird mit Spannung erwartet!
Der Oberbürgermeister übernimmt die Vorgaben der Bauherrin für Minarett- und Kuppelhöhe, sowie für die Einzelhandelsflächen der neuen DITIB-Deutschland-Zentrale.
Diese "Äußerlichkeiten" hält er für unwichtig. Schramma vermutet, dass seine Partei die Diskussion über äußere Fragen nur vorschiebt, weil sie im Grunde überhaupt keine Moschee will. Das könne man auch klar aussprechen, statt sich zu verstecken, meint er.
Auf die Tatsache, dass die Moschee gebaut wird, haben sowohl die zu erwartenden Einwände der Bürger, als auch die Bedenken der CDU keinen Einfluss, denn die Moschee kommt.
Neubeginn der Beziehungen
Verfasst von Amerasu am 31 August, 2007 - 16:37.
Mit den «10 Seelisberger Thesen» wurde vor sechzig Jahren der christlich-jüdische Dialog begründet. Rückblick auf zweitausend
Jahre Geschichte, die durch Vorurteile, Hass und Leid geprägt war. Aus dem September Kirchenboten:
SEELISBERG • Der Regen hatte kurz ausgesetzt, als sich eine Schar christlicher und jüdischer Würdenträger in Luzern hinter dem Bahnhof versammelte, um nach Seelisberg zu fahren. Denn im verschlafenen Feriendorf über dem Vierwaldstättersee fand ein Festakt zum 60-Jahre-Jubiläum der «Dringlichkeitskonferenz gegen den Antisemitismus» statt.
150 Gäste und Medienvertreter kamen zur Feier in der Turnhalle, darunter Thomas Wipf, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, der Zürcher Kirchenratspräsident Ruedi Reich, Michel Bollag, Leiter des Zürcher Lehrhauses, Alfred Donath, Präsident der israelitischen Gemeinschaften der Schweiz oder Norbert Hofmann, Sekretär für die religiösen Beziehungen zum Judentum des Heiligen Stuhls. Am Nachmittag traf Bischof Kurt Koch als Vertreter der Bischofskonferenz ein.
Schon die Gästeliste zeigte die Bedeutung dieser Konferenz, die vor sechzig Jahren im beschaulichen Hotel Kulm stattgefunden hatte. Unter dem Eindruck der Verbrechen der Nazis an der jüdischen Bevölkerung trafen sich 1947 Vertreter christlicher Kirchen mit denen jüdischer Gemeinden und formulierten zehn Thesen zur Überwindung des kirchlichen Antisemitismus.
Fatale Wirkungsgeschichte
Die Auseinandersetzung zwischen der jüdischen und den ersten jüdisch-hellenistischen-christlichen Gemeinden, führte indirekt zum Völkermord der Nazis. Sätze des Neuen Testaments – wie «Sein Blut komme über uns» oder «Wenn Gott euer Vater werde, würdet ihr mich lieben... Ihr stammt vom Teufel ab, als eurem Vater.» (Joh 8,40 - 44) – entstanden aus dem Zwist zwischen der Synagoge und den urchristlichen Gemeinden im ersten Jahrhundert.
Sie wurden jedoch als generelle Aussagen über die Juden verstanden und entwickelten eine fatale Wirkungsgeschichte. Sie dienten immer wieder zur Rechtfertigung der Diskriminierung und der Progrome an der jüdischen Bevölkerung. Die Juden wurden zum Heilandstöter, zum verfluchten Volk, das ohne den Schutz Gottes über die Erde verstreut war.
«Der religiös motivierte Antijudaismus wurde zur allgemeinen Ideologie, welche die persönliche, gesellschaftliche und politische Mentalität bestimmte», meint der Theologe Werner Kramer, Präsident der Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz. «So entstand der Nährboden, auf dem sich im 19. und 20. Jahrhundert der rassenbiologisch begründete Antisemitismus entwickeln und ausbreiten konnte.»
Am Rand der Gesellschaft
Als das Christentum im vierten Jahrhundert im römischen Reich Staatsreligion wurde, wurden Juden im besten Fall geduldet. Sie standen ausserhalb der Kirche und der christlichen Gesellschaft und durften nur in Quartieren leben und in den Sparten arbeiten, die Christen zu «schmutzig» waren. Da die mittelalterlichen Kirchen den Christen auf Grund des biblischen Zinsverbotes das Geldverleihen verbot, mussten Juden für den Geldfluss sorgen. Die Figur des geldgierigen Judens war geboren.
Stereotyp wurden Vulgärvorwürfe gegen die «Juden» wiederholt und von Generation zu Generation weitergegeben. Man bezichtigte sie der Brunnenvergiftung, Lüs-ternheit gegenüber Christinnen oder der Ursprung von Pestepidemien zu sein. Juden wurden zu klassischen Sündenböcken, die verfolgt, vertrieben und tot geschlagen wurden. Überall in Europa richtet man im Mittelalter für sie Scheiterhaufen auf. In Basel und Zürich kam es während den Pestepidemien zu Progromen, in denen sich beispielsweise 1348/49 ehrbare Zürcher Bürger, wie der Bürgermeister Rudolf Brun, bereicherten.
Für Matthias Krieg, Theologe und Germanist, zeigt sich diese unheilvolle Entwicklung auch in der Figur des Judas: «Es war verhängnisvoll, dass Judas, der zum Verräter am Messias dämonisiert wurde, nach dem Land Judäa hiess.» Das habe die Türen geöffnet für den theologischen Antisemitismus, der sich in mittelalterlichen Ritualen wie Judasjagen und Judasverbrennen auslebten. Christen verbrannten den Judas und meinten die Juden.
An der Haltung der Kirchen gegenüber den Juden änderte die Reformation wenig: Doch während Martin Luther in seinen Tiraden die Juden nicht nur zum Teufel wünschte, sondern zur Brandschatzung und zum Totschlag aufrief, sind solche Töne bei Huldrych Zwingli nicht zu finden. Der Zürcher Reformator betonte die Einheit des Alten Testament. Es passt ganz zu seiner Geisteshaltung, dass sowohl der getaufte Jude Michael Adam bei der Übersetzung des Alten Testamentes mitwirkte, wie auch, dass Zwingli in direktem Kontakt mit dem Arzt Moses von Winterthur stand. Weniger glänzend steht dagegen Zwinglis Nachfolger Heinrich Bullinger da: Er riet den reformierten Augsburgern 1572 ab, den Juden in ihrer Stadt das Aufenthaltsrecht zu gewähren. Aber gegenüber Luthers Pamphleten scheinen Bullingers Äusserungen indes den Antisemitismus seiner Zeit abgemildert wiederzugeben.
Auch die spätere reformierte Pfarrerschaft war gegenüber den Juden unentschieden. Dafür steht beispielsweise der Zürcher Pfarrer Johann Caspar Ulrich (1705 bis 1768). Er begegnete den Juden offen und freundlich und hat sogar eine koschere Küche zur Verköstigung jüdischer Gäste eingerichtet. Der Zürcher Pfarrer tischte aber seinen jüdischen Gästen nicht nur auf, sondern missionierte sie – zum Beispiel den Juden Joseph Guggenheim. Der getaufte Guggenheim stürzte in eine schwere Identitätskrise. In den letzten Lebensjahren lebte er in geis-tiger Umnachtung.
Typisch für den ansonsten judenfreundlichen Ulrich: Trotz seines Respektes gegenüber der jüdischen Kultur rechtfertigte er die Judenverfolgung in den Zeiten der Pest als ein «gerechtes Gericht Gottes über die unter dem erschrecklichen Bann Gottes liegenden Juden».
«Den Weg ist er schon sehr alleine gegangen»
Das Leid der jüdischen Bevölkerung im zweiten Weltkrieg und die Shoa liess verschiedene Kreise in den Schweizer Kirchen hellhörig werden. Vorab um den Theologen Karl Barth, der in seinem Weihnachtsbrief von 1943 die Nazigräuel verurteilte und die Christen zur Solidarität mit den Juden aufrief. Oder um den Flüchtlingspfarrer Paul Vogt, der von Zürich-Seebach aus die jüdischen Flüchtlinge betreute und sich für sie bei den Behörden stark machte. Mit dem Blatt «Nicht fürchten ist der Harnisch» informierte er über die Vorkommnisse im Ausland und rief zum Widerstand gegen den schleichenden Nazigeist und die Gleichgültigkeit auf.
Seine Tochter Annemarie Vogt erinnert sich noch gut an die damalige dunkle Zeit. Daran, wie sie als Siebenjährige auf der Gartenmauer sass und die elenden Menschen sah, die mit geschundenen und blutenden Füssen in Zürich-Seebach ankamen und fragten: Wohnt hier Pfarrer Vogt? Bruchstückhaft bekam die Tochter vieles mit: Die Atmosphäre in der Wasserkirche, als man für die verfolgten Juden in der Fürbitte betete, die stumme Verzweiflung, wenn das Geld fehlte. Und die Wut über die anonymen Drohbriefe oder den menschlichen Kot, der ihnen zugeschickt wurde. Als Pfarrer Vogt als Landesverräter verleumdet wurde, musste er sich vor dem Obergericht verteidigen. «Mein Vater ist den Weg schon sehr alleine gegangen», meint die Tochter heute.
In der Tat: Neben diesen Kreisen gab es kirchliche Behörden wie der Schweizerische Evangelische Kirchenbund oder einzelne kantonale Synoden, die lange Zeit schwiegen, wie es die Historikerin Ursula Käser Leisibach in ihrer Arbeit «Die begnadeten Sünder» festhält.
Neubeginn der Beziehungen
Mit den Seelisberger Thesen stellten sich die christlichen Kirchen 1947 erstmals ihrer Verantwortung an dieser unheilvollen Entwicklung. Dieses Treffen, zwei Jahre nachdem in Europa sechs Millionen Menschen aus dem einzigen Grund, weil sie Juden waren, ermordet wurden, markierte einen Neubeginn in den Beziehungen zwischen Juden und Christen, meint Michel Bollag. Es bestehe kein Zweifel, dass in den letzten sechzig Jahren eine Wende innerhalb der Beziehungen vieler Christen gegenüber Juden und Judentum erfolgt seien, meint auch Ernst Ludwig Ehrlich, Professor für jüdische Geschichte.
Eine wichtige Rolle spielte dabei die Forschung und Auslegung der Bibel, die unumstösslich davon ausgeht, dass Jesus Jude war, in einem jüdischen Umfeld wirkte und predigte. Die antijudaistischen Passagen im Neuen Testament spiegeln eine Auseinandersetzung in der facettenreichen jüdischen Gesellschaft wieder und nicht der Kampf zwischen Christen und Juden. «Das Judentum der Antike kannte viele Spielarten, die Jesusbewegung war nur eine davon.»
Bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein versuchte die Theologie Jesus aus seiner jüdischen Umwelt herauszulösen, als seien nur jene Jesusworte echt, die sich nicht im Judentum nachweisen lassen. «Das Christentum von der Last des Alten Testamentes zu befreien, sei das «Credo» allen Antisemitismus», meinte dazu Bischof Kurt Koch in Seelisberg. Koch warnte weiter: Viele Zeichen der Zeit zeigen, dass die Wurzel des Antisemitismus noch keineswegs ausgerottet sei. Es brauche – auch in der Schweiz – nur den Dünger politischer und religiös manipulierter Populismen, damit diese Wurzel wieder neue Blüte treiben könne. Es gelte deshalb auf der Hut zu sein.
Ähnlich äusserte sich Thomas Wipf: Gemeinsam seien wir aufgerufen, unsere Glaubensüberzeugungen so zu leben, dass in unserem Land auch Angehörige anderer Religionsgemeinschaften Raum zur Entfaltung haben.
Tilmann Zuber, Delf Bucher




















