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Weblog von Amerasu
Neubeginn der Beziehungen
Verfasst von Amerasu am 31 August, 2007 - 16:37.
Mit den «10 Seelisberger Thesen» wurde vor sechzig Jahren der christlich-jüdische Dialog begründet. Rückblick auf zweitausend
Jahre Geschichte, die durch Vorurteile, Hass und Leid geprägt war. Aus dem September Kirchenboten:
SEELISBERG • Der Regen hatte kurz ausgesetzt, als sich eine Schar christlicher und jüdischer Würdenträger in Luzern hinter dem Bahnhof versammelte, um nach Seelisberg zu fahren. Denn im verschlafenen Feriendorf über dem Vierwaldstättersee fand ein Festakt zum 60-Jahre-Jubiläum der «Dringlichkeitskonferenz gegen den Antisemitismus» statt.
150 Gäste und Medienvertreter kamen zur Feier in der Turnhalle, darunter Thomas Wipf, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, der Zürcher Kirchenratspräsident Ruedi Reich, Michel Bollag, Leiter des Zürcher Lehrhauses, Alfred Donath, Präsident der israelitischen Gemeinschaften der Schweiz oder Norbert Hofmann, Sekretär für die religiösen Beziehungen zum Judentum des Heiligen Stuhls. Am Nachmittag traf Bischof Kurt Koch als Vertreter der Bischofskonferenz ein.
Schon die Gästeliste zeigte die Bedeutung dieser Konferenz, die vor sechzig Jahren im beschaulichen Hotel Kulm stattgefunden hatte. Unter dem Eindruck der Verbrechen der Nazis an der jüdischen Bevölkerung trafen sich 1947 Vertreter christlicher Kirchen mit denen jüdischer Gemeinden und formulierten zehn Thesen zur Überwindung des kirchlichen Antisemitismus.
Fatale Wirkungsgeschichte
Die Auseinandersetzung zwischen der jüdischen und den ersten jüdisch-hellenistischen-christlichen Gemeinden, führte indirekt zum Völkermord der Nazis. Sätze des Neuen Testaments – wie «Sein Blut komme über uns» oder «Wenn Gott euer Vater werde, würdet ihr mich lieben... Ihr stammt vom Teufel ab, als eurem Vater.» (Joh 8,40 - 44) – entstanden aus dem Zwist zwischen der Synagoge und den urchristlichen Gemeinden im ersten Jahrhundert.
Sie wurden jedoch als generelle Aussagen über die Juden verstanden und entwickelten eine fatale Wirkungsgeschichte. Sie dienten immer wieder zur Rechtfertigung der Diskriminierung und der Progrome an der jüdischen Bevölkerung. Die Juden wurden zum Heilandstöter, zum verfluchten Volk, das ohne den Schutz Gottes über die Erde verstreut war.
«Der religiös motivierte Antijudaismus wurde zur allgemeinen Ideologie, welche die persönliche, gesellschaftliche und politische Mentalität bestimmte», meint der Theologe Werner Kramer, Präsident der Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz. «So entstand der Nährboden, auf dem sich im 19. und 20. Jahrhundert der rassenbiologisch begründete Antisemitismus entwickeln und ausbreiten konnte.»
Am Rand der Gesellschaft
Als das Christentum im vierten Jahrhundert im römischen Reich Staatsreligion wurde, wurden Juden im besten Fall geduldet. Sie standen ausserhalb der Kirche und der christlichen Gesellschaft und durften nur in Quartieren leben und in den Sparten arbeiten, die Christen zu «schmutzig» waren. Da die mittelalterlichen Kirchen den Christen auf Grund des biblischen Zinsverbotes das Geldverleihen verbot, mussten Juden für den Geldfluss sorgen. Die Figur des geldgierigen Judens war geboren.
Stereotyp wurden Vulgärvorwürfe gegen die «Juden» wiederholt und von Generation zu Generation weitergegeben. Man bezichtigte sie der Brunnenvergiftung, Lüs-ternheit gegenüber Christinnen oder der Ursprung von Pestepidemien zu sein. Juden wurden zu klassischen Sündenböcken, die verfolgt, vertrieben und tot geschlagen wurden. Überall in Europa richtet man im Mittelalter für sie Scheiterhaufen auf. In Basel und Zürich kam es während den Pestepidemien zu Progromen, in denen sich beispielsweise 1348/49 ehrbare Zürcher Bürger, wie der Bürgermeister Rudolf Brun, bereicherten.
Für Matthias Krieg, Theologe und Germanist, zeigt sich diese unheilvolle Entwicklung auch in der Figur des Judas: «Es war verhängnisvoll, dass Judas, der zum Verräter am Messias dämonisiert wurde, nach dem Land Judäa hiess.» Das habe die Türen geöffnet für den theologischen Antisemitismus, der sich in mittelalterlichen Ritualen wie Judasjagen und Judasverbrennen auslebten. Christen verbrannten den Judas und meinten die Juden.
An der Haltung der Kirchen gegenüber den Juden änderte die Reformation wenig: Doch während Martin Luther in seinen Tiraden die Juden nicht nur zum Teufel wünschte, sondern zur Brandschatzung und zum Totschlag aufrief, sind solche Töne bei Huldrych Zwingli nicht zu finden. Der Zürcher Reformator betonte die Einheit des Alten Testament. Es passt ganz zu seiner Geisteshaltung, dass sowohl der getaufte Jude Michael Adam bei der Übersetzung des Alten Testamentes mitwirkte, wie auch, dass Zwingli in direktem Kontakt mit dem Arzt Moses von Winterthur stand. Weniger glänzend steht dagegen Zwinglis Nachfolger Heinrich Bullinger da: Er riet den reformierten Augsburgern 1572 ab, den Juden in ihrer Stadt das Aufenthaltsrecht zu gewähren. Aber gegenüber Luthers Pamphleten scheinen Bullingers Äusserungen indes den Antisemitismus seiner Zeit abgemildert wiederzugeben.
Auch die spätere reformierte Pfarrerschaft war gegenüber den Juden unentschieden. Dafür steht beispielsweise der Zürcher Pfarrer Johann Caspar Ulrich (1705 bis 1768). Er begegnete den Juden offen und freundlich und hat sogar eine koschere Küche zur Verköstigung jüdischer Gäste eingerichtet. Der Zürcher Pfarrer tischte aber seinen jüdischen Gästen nicht nur auf, sondern missionierte sie – zum Beispiel den Juden Joseph Guggenheim. Der getaufte Guggenheim stürzte in eine schwere Identitätskrise. In den letzten Lebensjahren lebte er in geis-tiger Umnachtung.
Typisch für den ansonsten judenfreundlichen Ulrich: Trotz seines Respektes gegenüber der jüdischen Kultur rechtfertigte er die Judenverfolgung in den Zeiten der Pest als ein «gerechtes Gericht Gottes über die unter dem erschrecklichen Bann Gottes liegenden Juden».
«Den Weg ist er schon sehr alleine gegangen»
Das Leid der jüdischen Bevölkerung im zweiten Weltkrieg und die Shoa liess verschiedene Kreise in den Schweizer Kirchen hellhörig werden. Vorab um den Theologen Karl Barth, der in seinem Weihnachtsbrief von 1943 die Nazigräuel verurteilte und die Christen zur Solidarität mit den Juden aufrief. Oder um den Flüchtlingspfarrer Paul Vogt, der von Zürich-Seebach aus die jüdischen Flüchtlinge betreute und sich für sie bei den Behörden stark machte. Mit dem Blatt «Nicht fürchten ist der Harnisch» informierte er über die Vorkommnisse im Ausland und rief zum Widerstand gegen den schleichenden Nazigeist und die Gleichgültigkeit auf.
Seine Tochter Annemarie Vogt erinnert sich noch gut an die damalige dunkle Zeit. Daran, wie sie als Siebenjährige auf der Gartenmauer sass und die elenden Menschen sah, die mit geschundenen und blutenden Füssen in Zürich-Seebach ankamen und fragten: Wohnt hier Pfarrer Vogt? Bruchstückhaft bekam die Tochter vieles mit: Die Atmosphäre in der Wasserkirche, als man für die verfolgten Juden in der Fürbitte betete, die stumme Verzweiflung, wenn das Geld fehlte. Und die Wut über die anonymen Drohbriefe oder den menschlichen Kot, der ihnen zugeschickt wurde. Als Pfarrer Vogt als Landesverräter verleumdet wurde, musste er sich vor dem Obergericht verteidigen. «Mein Vater ist den Weg schon sehr alleine gegangen», meint die Tochter heute.
In der Tat: Neben diesen Kreisen gab es kirchliche Behörden wie der Schweizerische Evangelische Kirchenbund oder einzelne kantonale Synoden, die lange Zeit schwiegen, wie es die Historikerin Ursula Käser Leisibach in ihrer Arbeit «Die begnadeten Sünder» festhält.
Neubeginn der Beziehungen
Mit den Seelisberger Thesen stellten sich die christlichen Kirchen 1947 erstmals ihrer Verantwortung an dieser unheilvollen Entwicklung. Dieses Treffen, zwei Jahre nachdem in Europa sechs Millionen Menschen aus dem einzigen Grund, weil sie Juden waren, ermordet wurden, markierte einen Neubeginn in den Beziehungen zwischen Juden und Christen, meint Michel Bollag. Es bestehe kein Zweifel, dass in den letzten sechzig Jahren eine Wende innerhalb der Beziehungen vieler Christen gegenüber Juden und Judentum erfolgt seien, meint auch Ernst Ludwig Ehrlich, Professor für jüdische Geschichte.
Eine wichtige Rolle spielte dabei die Forschung und Auslegung der Bibel, die unumstösslich davon ausgeht, dass Jesus Jude war, in einem jüdischen Umfeld wirkte und predigte. Die antijudaistischen Passagen im Neuen Testament spiegeln eine Auseinandersetzung in der facettenreichen jüdischen Gesellschaft wieder und nicht der Kampf zwischen Christen und Juden. «Das Judentum der Antike kannte viele Spielarten, die Jesusbewegung war nur eine davon.»
Bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein versuchte die Theologie Jesus aus seiner jüdischen Umwelt herauszulösen, als seien nur jene Jesusworte echt, die sich nicht im Judentum nachweisen lassen. «Das Christentum von der Last des Alten Testamentes zu befreien, sei das «Credo» allen Antisemitismus», meinte dazu Bischof Kurt Koch in Seelisberg. Koch warnte weiter: Viele Zeichen der Zeit zeigen, dass die Wurzel des Antisemitismus noch keineswegs ausgerottet sei. Es brauche – auch in der Schweiz – nur den Dünger politischer und religiös manipulierter Populismen, damit diese Wurzel wieder neue Blüte treiben könne. Es gelte deshalb auf der Hut zu sein.
Ähnlich äusserte sich Thomas Wipf: Gemeinsam seien wir aufgerufen, unsere Glaubensüberzeugungen so zu leben, dass in unserem Land auch Angehörige anderer Religionsgemeinschaften Raum zur Entfaltung haben.
Tilmann Zuber, Delf Bucher
Schluss mit Zerrbildern
Verfasst von Amerasu am 31 August, 2007 - 16:20.Interview mit dem Basler Neutestamentler Ekkehard Stegemann, erschienen im Kirchenboten September
Schluss mit Zerrbildern
«Der Gott des Alten Testamentes ist der richtende, der des Neuen der liebende Gott». Der Basler Neutestamentler Ekkehard Stegemann nimmt Stellung zu folgenden Antijudaismen, die nach wie vor auftauchen.
Der Gott des Alten Testamentes ist der richtende und rächende Gott, der des Neuen Testamentes der Gott der Liebe.
Liebe oder Güte, beziehungsweise Barmherzigkeit werden Gott im Neuen wie im Alten Testament, im Judentum wie im Christentum zugeschrieben. Ebenso, dass Gott ein Richter und Rächer ist. Gottes «Eigenschaften» oder «Attribute» kann man geradezu so zusammenfassen, dass er ein gerechter Richter und ein liebender Erbarmer ist. Von Gott als dem Erbarmer ist im Alten Testament etwa in Ex 34,5–6 die Rede. Von Gottes offenbarem Zorngericht spricht im Neuen Testament etwa Paulus (vgl. nur Röm 1,18). Von Gottes kommendem Gericht spricht in den Evangelien aber auch Jesus (vgl. nur Lk 13,28f).
Gott hat das jüdische Volk, das verstockt war, bestraft, so dass es über die ganze Erde verstreut wurde.
«Verstockung» oder besser «Verhärtung» ist ein biblisches Konzept, für das im Alten Testament vor allem Jes 6,9–10 die Kernstelle bildet. Sie wird im Neuen Testament etwa in Mk 4,12 aufgenommen. Paulus spricht von der befristeten Verhärtung eines Teils von Israel (Röm 11,25). Sinn der Aussage ist nicht, dass sich Israel «verstockt hat», sondern dass Gott es teilweise verhärtet hat. Er hält ihnen die Augen zu, dass sie nicht erkennen, dass Gott in Christus gehandelt hat. Der Zweck ist: Die Völker sollen zunächst in ihrer Fülle zum messianischen Heilsglauben finden. Diese teilweise Verhärtung des Gottesvolkes wird jedoch aufgehoben. «Verstockung» oder «Verhärtung» ist ein Handeln Gottes, das jedoch die Erwählung nicht aufhebt. (Röm 11,29). Die «Zerstreuung» oder «Diaspora» der Juden wurde erst später mit dem Thema «Verstockung» verbunden.
Das christliche Gebot der Nächstenliebe hat das alttestamentliche Gebot «Auge um Auge» ersetzt.
Dieses «christliche Gebot der Nächstenliebe» ist ein «alttestamentliches Gebot» (vgl. Lev 19,18). Richtig ist, dass es im Neuen Testament oft als Zusammenfassung der Tora begegnet, und zwar als «Doppelgebot der Liebe» zusammen mit dem Gebot der Gottesliebe (vgl. nur Mk 12,28–34). Die rechtliche Bestimmung «Auge für Auge, Zahn für Zahn» aus Ex 21,24 stellt zwar bis heute ein angeblich barbarisches Rache- oder Vergeltungsethos dar. Tatsächlich ist es ein Talionsgesetz und Ausdruck antiker Rechtskultur, die auf die Wiederherstellung eines Gleichgewichts zielt, das durch eine Tat gestört wurde.
Vergleichbar ist etwa die auch in den antiken Ethiken schon formulierte Goldene Regel. Gleiches soll angemessen, nämlich nur mit Gleichem vergolten werden. Die Absicht des Talionsrechtes ist also deutlich die, einen durch einen Übergriff gebrochenen Frieden wiederherzustellen, ohne ihn durch die Strafe erneut zu verletzen. Ihr Hintergrund ist die soziale Wirklichkeit allgegenwärtiger Gewaltbereitschaft und blinder Rachefehden, nicht zuletzt von Stärkeren gegenüber Schwächeren. Belege dafür gibt es zuhauf. Der Anspruch auf körperliche Unversehrtheit wird also einerseits mit dem Talionsgesetz als Grundrecht gewertet und deshalb strafbewehrt, aber er wird zugleich beschränkt. Deshalb findet es sich in der jüdischen Tradition immer als Kompensationsregel. Wer Körperverletzungen begeht, muss zahlen.
Jesus war Christ, deshalb waren die Juden gegen ihn.
Jesus war ohne Zweifel Jude. Die Bezeichnung «Christ» (=Anhänger des Christus/Gesalbten Jesus von Nazareth) ist frühestens eine Generation nach Jesu Tod aufgekommen (ältester Beleg Apg 11,25). Was auf Jesus in der neutestamentlichen Überlieferung zurückgeht, ist höchst umstritten. Doch wer kann feststellen, was «nicht jüdisch» daran ist? Sicher kann behauptet werden, dass etwa der Glaube an Jesus als Gottessohn, Gesalbter und «Herr» von vielen Juden nicht geteilt wurde. Er wurde aber von Juden wie Petrus und Paulus geteilt, die keineswegs von sich behauptet haben, keine Juden (mehr) zu sein. Auch wurden sie von anderen Juden und Jüdinnen nicht als Nichtjuden angesehen. Tatsache ist aber in der Tat, dass jüdische Anhänger und Anhängerinnen Jesu sich durch ihren Christusglauben als eigene Richtung oder Bewegung im Judentum von anderen unterschieden. Und diesen Christusglauben teilte der historische Jesus kaum. Nicht zuletzt ein vorurteilsgeleitetes Judentumsbild hat dazu geführt, Jesus sein Judesein abzusprechen oder ihn in einen Gegensatz zum Judentum seiner Zeit zu stellen. Die gegenwärtige historische Jesusforschung hat mit diesem Zerrbild Schluss gemacht.
Jesus wurde vom jüdischen Volk abgelehnt und hingerichtet.
«Deshalb kam das Blut über sie und ihre Kinder».
Hingerichtet wurde Jesus vom römischen Präfekten der Provinz Judäa, Pontius Pilatus. Ob überhaupt und wie Juden im römischen Prozess eine Rolle spielten, ist umstritten. Die Darstellungen der Evangelien sind jedenfalls widersprüchlich und historisch teilweise unplausibel. Sicher hat auch nicht «das» jüdische Volk Jesus «abgelehnt». Prozess und Hinrichtung Jesu können jedenfalls plausibel aus den römischen Herrschafts- und Ordnungsinteressen erklärt werden. Dass dabei jüdische Autoritäten in Jerusalem als der römischen Herrschaft verpflichtete Garanten von Ruhe und Ordnung eine («polizeiliche») Rolle spielten, ist möglich, eine strafprozessuale aber nicht. «Sein Blut komme über uns und unsere Kinder» (Mt 27,25) ist kaum historisch. Der Evangelist Matthäus setzt ihn wohl ein, um aus der Perspektive des kastrophalen Endes des Grossen Aufstands gegen Rom (66–70 n.Chr.), die Zerstörung Jerusalems und des Tempels und die Tötung vieler Juden und ihrer Vertreibung aus dem Kernland, eine Folge von Tun und Ergehen herzustellen. Es handelt sich allerdings für Matthäus um eine Bestrafung, die mit dieser Generation vollzogen wurde. Eine ewige «Selbstverfluchung» ist das Wort nicht, wie schaurig es ansonsten auch ist.
Nur Christen kennen die Gestalt eines Messias. Die Juden lehnen einen Messias ab.
Die Gestalt eines «Messias» (von hebr. maschiach bzw. aram. Meschicha = der Gesalbte) ist ein Konzept des Judentums und meint vor allem einen künftigen gerechten König, der als von Gott mit dem Geist Gesalbter (Salbung ist ein Rechtsakt) die Herrschaft über Israel (auch in der Niederwerfung seiner Feinde und insofern auch als Herrscher über die Völker) aufrichtet und insofern Heil und Rettung bringt. Dieses Konzept hat Wurzeln im Alten Testament (etwa in der Nathansweissagung an David; vgl. 2 Sam 7,12–16). Ausgebildet wird es in der jüdischen Literatur, die vor allem im ersten Jahrhundert vor und nach der Zeitenwende entstanden ist. Das Messiaskonzept begleitet das Judentum durch die Geschichte bis heute, auch wenn es immer umstritten ist und nicht von allen geteilt wird. Insofern lehnen Juden natürlich nicht eine Messiasgestalt ab. Im Gegenteil gab und gibt es im Judentum immer auch Bewegungen, die bestimmte Personen als Messias betrachteten. Das christliche Konzept eines «Messias»/Gesalbten (gr. christos, latinisiert «Christus») wendet also ein jüdisches Konzept an, allerdings in einer Form, die es zugleich stark verändert. Nicht zuletzt wird dies daran deutlich, dass der christliche Messias zugleich eine himmlische Gestalt, der «Herrscher» im Himmel, wird.
Die Juden sind dem alttestamentlichen Gesetz unterworfen, die Christen gemäss Paulus zur Freiheit berufen.
Freiheit und Gesetz schliessen sich nicht aus. Wenn Paulus die Christusgläubigen in den galatischen Gemeinden als solche anredet, die zur Freiheit berufen worden sind, verpflichtet er sie doch zugleich auf das Gebot, was er als Hauptgebot des alttestamentlichen Gesetzes, der Tora, ansieht, nämlich auf das Gebot der Nächstenliebe (Gal 5,13f.). Es ist allerdings richtig, dass für Paulus das Gesetz beziehungsweise die Tora eine «versklavende» Funktion hat, jedoch für die Sünder. Paulus sieht die Menschheit aufgrund ihrer durch Fleischlichkeit und Begierden bestimmten Verfassung der Sünde ausgeliefert. Wem die Sünden durch Christi stellvertretende Sühne vergeben sind und wer befreit ist vom Zwang zur Sünde, der ist von dieser Verurteilung zum Tod durch das Gesetz befreit. Er ist damit aber auch zur Erfüllung des Gesetzes mit der Hilfe des Geistes und damit zum Leben befreit. «Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben» heisst es bei Goethe.
Das Alte Testament hat für Christen vor allem eine historische und kulturelle Bedeutung.
Auch das Neue Testament hat heute für nicht wenige Christen vor allem eine historische und kulturelle Bedeutung. In der Tat: Das Alte Testament war seit Markion immer als Teil der christlichen Bibel umstritten. Hier ist es meines Erachtens wichtig, sich klar zu machen, dass jene, denen wir die Schriften des Neuen Testaments verdanken, die Schriften, die dann unter dem Namen «Altes Testament» kanonisiert wurden, als heilige Schriften ansahen.
Ekkehard Stegemann
DIE SEELISBERGER THESEN
Verfasst von Amerasu am 30 August, 2007 - 08:54.DIE SEELISBERGER THESEN
1. Es ist hervorzuheben, dass ein und derselbe Gott durch das Alte und Neue Testament zu uns allen spricht.
2. Es ist hervorzuheben, dass Jesus von einer jüdischen Mutter aus dem Geschlechte Davids und dem Volke Israel geboren wurde, und dass seine ewige Liebe und Vergebung sein eigenes Volk und die ganze Welt umfasst.
3. Es ist hervorzuheben, dass die ersten Jünger, die Apostel und die ersten Märtyrer Juden waren.
4. Es ist hervorzuheben, dass das grösste Gebot für die Christenheit, die Liebe zu Gott und zum Nächsten, schon im Alten Testament verkündigt, von Jesus bestätigt, für beide, Christen und Juden, gleich bindend ist, und zwar in allen menschlichen Beziehungen und ohne jede Ausnahme.
5. Es ist zu vermeiden, dass das biblische und nachbiblische Judentum herabgesetzt wird, um dadurch das Christentum zu erhöhen.
6. Es ist zu vermeiden, dass Wort „Juden" in der ausschliesslichen Bedeutung „Feinde Jesu" zu gebrauchen, oder auch die Worte „die Feinde Jesu", um damit das ganze jüdische Volk zu bezeichnen.
7. Es ist zu vermeiden, die Passionsgeschichte so darzustellen, als ob alle Juden oder die Juden allein mit dem Odium der Tötung Jesu belastet seien. Tatsächlich waren nicht alle Juden, welche den Tod Jesu gefordert haben. Nicht die Juden alleine sind dafür verantwortlich, denn das Kreuz, das uns alle rettet, offenbart uns, dass Christus für unser aller Sünden gestorben ist.
Es ist allen christlichen Eltern und Lehrern die schwere Verantwortung vor Augen zu stellen, die sie übernehmen, wenn sie die Passionsgeschichte in einer oberflächlichen Art darstellen. Dadurch laufen sie Gefahr, eine Abneigung in das Bewusstsein ihrer Kinder oder Zuhörer zu pflanzen, sei es gewollt oder ungewollt. Aus psychologischen Gründen kann in einem einfachen Gemüt, das durch leidenschaftliche Liebe und Mitgefühl zum gekreuzigten Erlöser bewegt wird, der natürliche Abscheu gegen die Verfolger Jesu sich leicht in einen unterschiedslosen Hass gegen alle Juden aller Zeiten, auch gegen diejenigen unserer Zeit, verwandeln.
8. Es ist zu vermeiden, dass die Verfluchung in der Heiligen Schrift oder das Geschrei einer rasenden Volksmenge: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder" behandelt wird, ohne daran zu erinnern, dass dieser Schrei die Worte unseres Herrn nicht aufzuwiegen vermag: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", Worte, die unendlich mehr Gewicht haben.
9. Es ist zu vermeiden, dass der gottlosen Meinung Vorschub geleistet wird, wonach das jüdische Volk verworfen, verflucht und für ein ständiges Leiden bestimmt sei.
10. Es ist zu vermeiden, die Tatsache unerwähnt zu lassen, dass die ersten Mitglieder der Kirche Juden waren.
Die Broschüre „60 Jahre Seelisberger Thesen“ wurde herausgegeben vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG), der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK).
Die gesamte Broschüre kann zum Preis von 5SFR bezogen werden bei info@swissjews.org, sbk-ces@gmx.ch, info@sek-feps.ch oder im Internetshop des SEK: http://www.sek-feps.ch/shop/index.php
Podium zu den Eidgenössischen National- und Ständerats-Wahlen
Verfasst von Amerasu am 11 August, 2007 - 15:53.|
Dienstag, Gemeindesaal der Israelitischen Gemeinde Basel, |
Podium zu den Eidgenössischen National- und Ständerats-Wahlen Im Oktober 2007 wählen die Schweizer Stimmbürgerinnen und -bürger ihr neues nationales Parlament in Bern - die Resultate haben vermutlich auch Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Landesregierung. Dem jüdischen Wähler bzw. der jüdischen Wählerin dürfte die Auswahl ebenso schwer fallen wie anderen Wählern: Neben der allgemeinen politischen Agenda stellen sich auch spezifische Fragen – wie beurteilen die KandidatInnen die Aussenpolitik von BR Michèline Calmy-Rey? Wie soll sich die Schweiz in den Beziehungen zu Israel allgemein verhalten, wie steht es mit den Rüstungskäufen? Wie stehen die KandidatInnen zur Ankündigung von Teilen der SVP, die geltende Anti-Rassismus-Strafnorm "kippen" zu wollen? Wo stehen sie beim Schächtverbot? Das sind nur einige der Fragen, die wir mit ausgewählten KandidatInnen aus den beiden Basel - im Sinne einer Wahlhilfe - klären wollen. Es diskutieren: |
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Caspar Baader |
Nationalrat BL, Fraktionspräsident (SVP) |
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Roman Geeser |
Nationalratskandidat, alt Grossrat BS (FDP) |
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Maria Iselin |
Nationalratskandidatin, Präsidentin Liberal-Demokraten BS (LDP) |
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Claude Janiak |
Nationalrat und Ständeratskandidat BL (SP) |
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Markus Lehmann |
Nationalratskandidat und Parteipräsident Christlich-Demokraten BS (CVP) |
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Esther Maag |
Nationalratskandidatin und Landratspräsidentin BL (Grüne) |
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Moderation: |
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Peter Bollag |
Präsident Bildungskommission IGB/Redaktor bei Schweizer Radio DRS |
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Nico Rubeli |
Projektleiter Christlich-Jüdische Projekte und Geschäftsführer Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft beider Basel |
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Es laden Sie herzlich ein: Bildungskommission IGB, CJA, CJP, GSI |
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Die Welt vereint gegen die bösen Siedler
Verfasst von Amerasu am 8 August, 2007 - 12:47.So kommt es einem vor, wenn man die Zeitungsberichte liest, beispielsweise:
http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/NEWS/International/
Man hört dann immer wieder von „besetzten Gebieten“, von “illegalen“ Siedlern, die sich auf „Palästinensischen Gebiet“ befänden. Kaum jemand kümmert sich darum, dass es einen „Staat“ Palästina in dieser Form gar nie gegeben hat und dass immer Juden in „Palästina“ gelebt haben. Viele der sogenannten „besetzten“ Gebiete waren vor der Staatsgründung Israels tatsächlich 1948 mehrheitlich jüdisch. Was ist mit der Besatzung der Palästinenser? Was mit den Menschen, die sie aus ihren Wohnungen vertrieben haben?
Wenn israelische Soldaten, die Siedlungen von Israelis räumen, um den Palästinensern Platz zu machen, lacht das Herz der Weltöffentlichkeit über den Sieg „des Guten“.
Wenn hingegen palästinensische Bauunternehmungen bewusst israelitische archäologische Funde beseitigen, um Beweise zu vernichten, dass Israel jemals israelitisch gewesen sei. Schaut man tatenlos zu.
Wie oft habe ich es schon gemalt bekommen, das Bild der bösen Militärmacht Israel, der die armen Palästinenser unterdrückt und klein hält. Dabei macht nur ein Blick auf die Weltkarte ganz offensichtlich, wer im Nahen Osten die bedrohte Minderheit ist – Israel, niemand sonst.
Warum gehen wir eigentlich nicht für die Israelis auf die Strasse? Gründen Unterstützungsorganisationen? Bieten Hilfestellung? Ich wage selber nicht, darauf eine Antwort zu geben.
40 Jahre nach dem Sechstagekrieg - wo steht Israel heute?
Verfasst von Amerasu am 5 Juli, 2007 - 15:06.
Vortrag von Jacques Ungar, Leiter des Nahostbüros der jüdischen Wochenmagazins


Als im Juni 1967 der Sechstagekrieg ausbrach, studierte ich an der Universität Basel. Mobile Telefonapparate waren damals noch nicht in Mode, doch in jenen für Israel schicksalsschweren Tagen begann sehr rasch, ein anderer Kopfschmuck die Häupter von Jung und Alt an allen möglichen und unmöglichen Orten zu zieren, auch an der Uni: Die kleinen Kopfhörer der Taschenradios, die Einem die
Dem Kleinstaat Israel – in vieler Hinsicht damals eine Parallele zur Schweiz – dem Kleinstaat Israel war es gelungen, sich die gegnerische Übermacht vom Halse zu halten. Die Euphorie, die den mit einem Male nicht mehr so kleinen Staat ergriff, war einerseits verständlich, andrerseits aber so gewaltig und durchdringend, dass für langfristiges, kühles Denken kaum noch Raum blieb.
Das bekam ich auch bei dem Besuch zu verspüren, den ich Israel und den Gebieten als junger Journalist zwei Wochen nach Kriegsende abstattete. Einmal bekam ich während zehn Tagen ein Fahrzeug mit Chauffeur zur Verfügung gestellt, mit dem ich ohne Rücksicht auf irgend welche Kosten das nun bedeutend grösser gewordene Land nach eigenem Gutdünken durchstreifen konnte – eine Ehre, die heute höchstens noch Blättern wie der «New York Times», der «Zeit» oder der «Financial Times» widerfährt, nicht aber einem Schweizer Korrespondenten von viel grösseren Publikationen wie «tachles». Im Spätsommer 1967 aber lag die Grenze der Israelis eindeutig jenseits des Himmels. Kein Wunder, hatte man doch drastisch überlegenen Armeen der Nachbarstaaten das Nachsehen erteilt. Diese ebenso verständliche wie kurzsichtige und gefährliche Stimmung schlug mir entgegen, als ich die Geisterstadt Kuneitra auf dem Golan besichtigte, aber auch als ich zusammen mit anderen Journalisten in einer Hercules-Transportmaschine auf die Sinaihalbinsel flog, wo uns Generalstochter Yael Dayan auf dem Mitla-Pass die russischen Boden-Luft-Raketen zeigte, welche die Ägypter vor ihrem überhasteten Rückzug weder abschiessen noch zerstören konnten.
Der Sechstagekrieg brachte Israel die Faszination des Sieges, er liess nach seinem Ende aber auch viel Negatives entstehen. Schlimmer noch als die innenpolitischen Krisen war die Erkenntnis, mit der Israel sich bis heute schwer tut: Werden die militärischen Erfolge nicht in politische umgemünzt, schwimmen die Felle davon wie in einem reissenden Fluss. Das dreifache Nein des Gipfeltreffens der Arabischen Liga vom August 1967 in Khartum – keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung und kein Frieden – demonstrierte Israel, dass seine Bäume noch lange nicht in den Himmel wachsen würden, und dass der jüdische Staat trotz seines glänzenden Abschneidens auf dem Schlachtfeld im Nahen Osten noch lange würde isoliert und bedroht bleiben müssen. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Israel nach Kriegsende bereit war, im Rahmen von Verhandlungen praktisch alle eroberten Gebiete zurück zu geben, wie dies auch Walter Lacquer in seinem Buch «The Road to War» darstellt. Und der ehemalige israelische Uno- Botschafter und Staatspräsident Haim Herzog schrieb in seinem 1982 erschienenen Buch «The Arab-Israeli Wars». Ich zitiere: "Israels Überzeugung, dass der Krieg ein Ende haben und von nun an Friede an den Grenzen herrschen würde, wurde rasch zerstört. Drei Wochen nach Beendigung der Kampfhandlungen kam es am Suezkanal bereits zum ersten ernsten Zwischenfall." Ende Zitat. Schliesslich möchte ich in diesem Zusammenhang auch noch auf Abba Eban hinweisen, den
Die schon 1967 erfahrene Schwierigkeit, den kurzlebigen militärischen Erfolg in
Fähigkeit der Regierung, adäquat auf die Herausforderungen des Krieges zu reagieren. Dem bereits zurückgetretenen Generalstabchef Halutz schliesslich wirft die Kommission vor, impulsiv gehandelt und das nötige Mass an Professionalität, Verantwortungsbewusstsein und Beurteilungsvermögen nicht bewiesen zu haben. Die Kommission verzichtete zwar auf persönliche Empfehlungen, doch in Umfragen unmittelbar nach Veröffentlichung des Berichts sprachen sich 65-68 Prozent der Israeli für einen Rücktritt Olmerts aus. Bei Peretz waren es gar 75-85 Prozent. Dass beide Minister von einem Rücktritt nichts wissen wollten und wollen, ist aus ihrer persönlichen Sicht zwar verständlich, stellt aber der Qualität der politischen Führungsschicht ein bedenkliches Zeugnis aus.
Kehren wir zurück zu 1967. Israelkritisch eingestellte Politiker und Experten meinten, Israel habe den Sechstagekrieg am siebenten Tag verloren, als es beschloss, die Gebiete zu behalten und zu besiedeln, als aus dem Kleinstaat ein nicht mehr so kleiner Staat wurde, der dank seiner militärischen Überlegenheit im Nahen Osten durchaus die Formen einer regionalen Grossmacht angenommen hatte. Und je deutlicher die ausbildungsmässige, moralische und ausrüstungsmässige Überlegenheit Israels seinen Nachbarn gegenüber auch für das Ausland wurde, umso stärker wuchs die Sympathie in weiten Teilen der Welt für den neuen Unterhund des Konflikts, für die Palästinenser. Parallel dazu nahm die Kritik an Israel zu. Daran hat sich bis heute gross modo wenig geändert.
Allerdings wäre es ein Trugschluss, den palästinensischen Terrorismus als Folge
der Gegnerschaft gegen die jüdischen Siedlungen in der Westbank und im Gazastreifen hin zu stellen und, wie es immer wieder versucht wird, als Widerstand gegen die Besatzung zu legitimieren. Die ersten Gewaltakte gegen israelische Ziele verübten die Fedayiun der Fatah nämlich bereits im Jahre 1965, als es weit und breit noch keine Siedlungen gab. Diese Erkenntnis reduziert zwar die Problematik der israelischen Bautätigkeit in den Gebieten nicht, relativiert aber die Stichhaltigkeit palästinensisch-arabischer Argumente in der Sache ganz wesentlich.
Eine weitere Folgeerscheinung des Sechstagekriegs wird oft übersehen, obwohl sie kaum weniger wichtig ist als die bisher beschriebenen. Mit Ägyptens und Syriens Niederlagen gegen Israel wurde der hauptsächlich von Gamal Abdel Nasser und seinen syrischen Verbündeten angestrebte Panarabismus endgültig begraben. An seiner Stelle trat im Laufe der Jahre der Pan-Islamismus oder der Welt-Jihad, eine Erscheinung, an deren Gefährlichkeit für den ganzen Nahen Osten, nicht nur für Israel, und darüber hinaus für die ganze freie Welt heute kaum noch jemand zweifelt. Das Perfide an diesen Bewegungen ist, dass sie offiziell nicht von souveränen Staaten getragen werden, und dass sie weder Hierarchien im politischen Sinne noch geografische Grenzen kennen. Wenige Jahrzehnte, nachdem Washington sich am Vietcong die Zähne ausgebissen hat, muss die von den USA dominierte Anti-Terror-Koalition mit den Schwierigkeiten in Afghanistan und dem Debakel im Irak am eigenen Leib erfahren, dass Fanatiker und Fundamentalisten sich nicht mitherkömmlichen Konzepten und Vorgehensweisen in die Knie zwingen lassen. Zu tief ist die Kluft, welche die Wertvorstellungen und Prioritätenliste der beiden Seiten trennt. Diese Tatsache macht auch Israel immer dann zu schaffen, wenn es mit Terrorverbänden einen Gefangenenaustausch aushandeln muss. Der Gegner weiss nämlich ganz genau, dass Israels alles zu tun bereit ist, um seine Soldaten – seien es Gefangene oder Gefallene - aus Feindeshand zu befreien. In der Retrospektive zeigt sich dann, dass das, was Israel zu tun bereit ist, nicht selten zu viel ist. Dann nämlich, wenn eingefleischte Terroristen wenige Woche nach ihrer Freilassung wieder zu ihrem alten Metier zurückfinden und mit Anschlägen auf der israelischen Seite erneut für Tote und Verletzte sorgen. Die Abwägung einerseits zwischen der Verpflichtung von Armee und Politiker, keine Wehrmänner dem Feind zu überlassen, und andrerseits dem Risiko weiterer unschuldiger Opfer infolge der Freilassung von Terroristen, ist ein Dilemma, dessen praktische Unlösbarkeit sich
Denken wir wieder vierzig Jahre zurück. - Der Sechstagekrieg liess den Staat Israel flächenmässig in weniger als einer Woche dreieinhalb Mal grösser werden als er vor Kriegsausbruch gewesen ist. Touristen strömten zu abertausenden ins Land, Israel bezog Erdöl aus den ägyptischen Quellen im Sinai, und sogar der sonst eher für seine Nüchternheit bekannte Abba Eban meinte, nie zuvor sei Israel von den Nationen der Welt mehr verehrt und respektiert worden als nach Beendigung der Kriegshandlungen im Juni 1967. An der Geheimsitzung vom 19. Juni 1967 gehörte Abba Eban aber zu jenen Ministern, die das Prinzip «Gebiete gegen Frieden» befürworteten. Einerseits meinte er zwar, die Araber müssten einsehen, dass die Uhr sich nicht mehr bis 1957 oder 1948 zurück drehen lasse, doch Gespräche über Frieden und Sicherheit hätten zweifelsohne auch eine «territoriale Dimension». Dabei realisierten die zuständigen Politiker und Militärs überhaupt nicht oder zu spät, dass ihre im Juni 1967 entstandene Euphorie auf einer immer hohleren Unterlage balancierte, einer Unterlage, die immer dünner wurde, bis sie 1973 im Jom-Kippur-Krieg mit seinen katastrophalen Folgen für Armee und Volk völlig in die Brüche ging. Den gesellschaftlichen Tiefpunkt erreichte dieses Trauma über zwanzig Jahre später, als ein religiös erzogener Jude Premierminister Yitzchak Rabin im Anschluss an eine Friedensdemonstration erschoss. Aus der Kluft, welche die Schüsse vom November 1996 aufgerissen haben, hat das Volk sich bis heute noch nicht wieder voll empor gerappelt.
Nach dem Sieg im Juni 1967 kam die Wende schon relativ bald. Die zahlreichen
Eines der drastischsten Beispiele für die Verwischung von Wunschtraum und Realität in den Jahrzehnten nach dem Sechstagekrieg ist die Situation in Jerusalem. Ich selber habe über die Hälfte der vierzig Jahre nach dem Krieg in Israels Hauptstadt zugebracht und die Entwicklung beziehungsweise Stagnation der Situation hautnahe mit erlebt. Daher kann ich mit einiger Befugnis das vorläufige Fazit ziehen: Das von der Knesset verabschiedete Gesetz mag das jüdische West- und das arabische Ost-Jerusalem zwar legal vereint haben, und von den Stacheldrähten und Zementmauern, die bis zum Sechstagekrieg die Stadt entzwei geschnitten haben, ist heute nichts mehr zu sehen. Faktisch aber, im täglichen Leben, sind die beiden Jerusalems heute so geteilt wie seit eh und je. Dass die Annexion Ost-Jerusalems und der Altstadt einer «gigantischen Improvisation» gleich käme, hätten, wie Professor Wasserstein in seinem Buch «Divided Jerusalem: The Struggle for the Holy City» schreibt, die wirklich weisen Köpfe in Israels Regierung schon kurz nach Kriegsende 1967 vorausgesagt. Innenminister Shapira etwa warnte, dass ein Festhalten an der Altstadt sich zu einem «politischen Problem» entwickeln würde. «Wenn sie in unserer Hand ist», meinte der Minister, «werden sie sich an uns mit der Aufforderung wenden, die Stadt zu internationalisieren.» Premierminister Levi Eshkol sagte es noch klarer: «Sogar wenn wir die Altstadt und die Westbank erobern, werden wir sie letzten Endes verlassen müssen.» Ende Zitat.
Bekanntschaften oder gar Freundschaften über die imaginäre Grenze hinweg sind
Wenden wir uns nun einem weiteren Themenkreis zu, der ebenfalls als direkte Folge des Sechstagekriegs und vor allem der Weigerung der Araber, zu verhandeln, bezeichnet werden kann: Dem Siedlungsbau in der Westbank und im Gazastreifen. Was als pfadfinderartige, ideologisch motivierte Ausflüge meist jugendlicher Israeli in Begleitung von Rabbinern, Soldaten und Politikern zu historischen Stätten der jüdischen Vergangenheit in der Westbank begonnen hatte, hat sich in vierzig Jahren seit 1967 zu einem Problem für alle israelischen Regierungen entwickelt, die eine auf territorialen Zugeständnissen basierende Kompromisslösung mit den Palästinensern anstreben. Abgesehen davon, dass mit Ausnahme der Regierungen Rabin und der letzten, von Ariel Sharon geleiteten Regierung keine israelische Führungsspitze seit 1967 wirklich ernsthaft und systematisch die Thematik der besetzten, befreiten oder kontrollierten Gebiete angegangen ist, stehen wir heute rein quantitativ vor einem Dilemma kaum lösbarer Grössenordnung: Über 250000 israelische Bürger und Bürgerinnen wohnen heute in Siedlungen jenseits der «grünen Linie», der Waffenstillstandslinie vom Vorabend des Sechstagekriegs. Nehmen wir die in den neuen, nach 1967 entstandenen Vierteln von Jerusalem wohnenden Menschen hinzu, kommen wir gar auf rund 400000 Personen. Rein mengenmässig verblassen im Vergleich dazu die 8000 Siedler, die im Sommer 2005 auf Befehl von Ariel Sharon, dem ehemaligen Vorkämpfer der Siedlerbewegung, den Gazastreifen gezwungenermassen verlassen mussten.
Auch wenn, wie bereits gesagt, das israelische Siedlungswerk jenseits der «grünen Linie» von den Palästinensern und Arabern seit Jahrzehnten nur zum Vorwand für politische und terroristische Angriffe gegen den jüdischen Staat benutzt wird, kann man Israel den Vorwand nicht ersparen, mit seinem expansionistischen Vorgehen in den Gebieten der Gegenseite die Argumente für ein Ablehnen von Kompromissvorschlägen auf dem silbernen Tablett zu liefern. Ob hier seit 1967 Dummheit, Naivität, oder Arroganz die Leitmotive waren, oder kalte Berechnung und ein Hoffen darauf, dass die Welt sich wegen ein paar Hütten auf ein paar Hügeln schon nicht aufregen würde – darüber werden sich dereinst die Historiker die Köpfe zerbrechen dürfen. Unumstössliche Tatsache ist hingegen, dass seit Beginn der Bautätigkeit in den Gebieten dutzende Milliarden von Shekeln über die «grüne Linie» geflossen sind, sei es in Direktinvestitionen in die Siedlungen beziehungsweise in das zur Vermeidung von Konfrontationen mit der palästinensischen Bevölkerung die Gegend wie ein Spinnennetz überziehende System von Umfahrungsstrassen, in erheblichen Steuervergünstigungen für die dort lebenden Siedler, aber auch in die gewaltigen Kosten für die Bewachung der jüdischen Präsenz in der Westbank. Diese Gelder wurden und werden damit zumindest teilweise dem unterentwickelten und nur dünn besiedelten Norden und Süden Israels vorenthalten.
Es wäre falsch zu behaupten, alle Siedler seien ideologische Heisssporne, die nur
Aber auch die ideologischen Siedler kann man nicht pauschal verantwortlich machen für das, was sich seit Jahren in den Gebieten abspielt. Viele dieser Siedler sind nämlich getreu, um nicht zu sagen blindlings dem Ruf von Rabbinern und Politikern gefolgt, welche die Besiedlung der Gebiete nicht nur als göttliches Gebot hingestellt sondern den Akt auch als die wirkungsvollste Möglichkeit interpretiert haben, Israel als jüdischen Staat am Leben zu erhalten. Hinzu kommt, dass linke wie rechte Regierungen potenzielle Siedler in den 70er und 80er Jahren mit finanziellen Anreizen in die Gebiete gelockt hatten, die so verlockend waren, dass vor allem junge Ehepaare, die sich im Kernland keine Wohnung leisten konnten, mit beiden Händen zugriffen. Damals wollten israelische Regierungen aus politischtaktischen Gründen möglichst viele loyale Bürger jenseits der «grünen Linie» sehen. Heute, wo sie das nicht mehr so unbedingt wollen, werden sie die bereits in der zweiten, oft schon in der dritten Generation in der Westbank sitzenden Geister nicht mehr los, die sie gerufen haben. Im Gegenteil: Neben den so genannt offiziellen Siedlungen zählt man heute über hundert illegale oder unbewilligte Aussenposten, die vorwiegend von der so genannten «Jugend der Hügel» bewohnt sind, fanatisierte ideologische Teenager, die in den sie beschützenden Soldaten Feinde sehen und die sogar ihre eigenen Rabbiner nur bedingt als Autorität anerkennen. Immer wieder verkünden Minister bis hinauf zum Regierungschef die Entschlossenheit, die Aussenposten räumen zu lassen, doch geschehen ist bis jetzt praktisch nichts. Offenbar fürchten die Politiker, sich beim Anfassen dieses heissen Eisens mehr als nur die Finger zu verbrennen. Dass diese Furcht nicht unbegründet ist, bestätigt ein Blick auf die in der Zeit seit der Gaza-Entflechtung neu entstandenen Siedlerorganisationen, welche den offiziellen «Rat der Siedlungen in Judäa und Samaria» rechts überholen wollen, sowohl ideologisch als auch in Bezug auf die zu ergreifenden Aktionen gegen das Establishment. Rechtsanwalt Elyiakim Haetzni etwa, Mitbegründer einer dieser neuen Gruppen, bezeichnete es als erstes Ziel, jene Leute in der Westbank zu rekrutieren, welche, ich zitiere, die «Vertreibung als Verbrechen ansehen, gegen welches sie bereit sind, mit dem Einsatz ihres eigenen Lebens zu kämpfen». Für die Vertreter der neuen, harten Linie in der Siedlergemeinschaft sind die Leute des Rats der Siedlungen «Trittbrettfahrer auf dem Fahrzeug des Staates Israel». Sie sehen wohl, dass der Staat die falsche Richtung einschlägt, würden sich aber auf höfliche Hinweise auf die vor ihnen liegenden Gefahren und Hindernisse beschränken. Oder wie Daniela Weiss, Leiterin des Lokalrates der Westbanksiedlung Kedumim, es formuliert. Ich zitiere wieder: «Der Siedlerrat repräsentiert die Illusion, in welcher wir alle vielleicht gerne gelebt hätten, dass nämlich die Revolution vorbei sei und dass wir alle unsere Energien und Mittel darauf verwenden könnten, uns ein komfortables bourgeoises Leben aufzubauen.» Leute wie Daniela Weiss, die in früheren Jahren vor allem mit ihren gewalttätigen Attacken auf palästinensisches Eigentum von sich reden machte, sehen sich als die einzigen wirklichen Kämpfer an vorderster Front für das Überleben des Staates Israel. Für ihre Kritiker hingegen sind sie ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zu einem Kompromissfrieden und ein gefährlicher Spaltpilz für die israelische Gesellschaft. – Wenn einmal das palästinensische Verhalten einer israelischen Regierung Veranlassung bieten sollte, das seit einiger Zeit bereits formulierte strategische Ziel der Anstrebung einer Zweistaatenlösung in die Tat umzusetzen, wird wahrscheinlich die politische wie physische Opposition der Siedler die Führung des Landes vor Probleme und Konflikte stellen, die weit über das hinaus gehen werden, was wir im Zusammenhang mit dem Abzug aus dem Gazastreifen erlebt haben.
Wo also steht Israels Gesellschaft vier Jahrzehnte und drei Kriege nach dem Sechstagekrieg?
Ich würde meiner Informationspflicht über die Vorgänge in Israel nicht gerecht werden, würde ich nicht zumindest kursorisch auf die nicht abreissende Kette von Skandalen hinweisen, welche seit Monaten Israels Gesellschaft in Mitleidenschaft ziehen und verunsichern. Verzichten wir aber auf eine Einzelauflistung und beschränken wir uns auf generelle Überlegungen. Es steht wohl ausser Zweifel, dass diese schier endlose Reihe echter oder vermeintlicher Sex- und Finanzskandale das Durchstehvermögen der breiten Massen angreifen und Israels Image im Ausland trüben. Vergessen wir aber nicht, dass die Skandale wohl in diesen Tagen ausbrechen, dass ihre Anfänge aber erstens Jahre zurückliegen und dass sie zweitens hauptsächlich dank der politischen, persönlichen und finanziellen Verfilzung in den verschiedenen Etagen von Gesellschaft und Institutionen möglich geworden sind. Dass die Verdachtsmomente auf schwerwiegende Verfehlungen prominenter Persönlichkeiten jetzt derart kumuliert ans Tageslicht gelangen, hat nach meinem Dafürhalten damit zu tun, dass heute im Rechtswesen, aber auch bei den Ermittlungsbehörden neue Besen an der Arbeit sind, die aus welchen Gründen auch immer besonders gut kehren wollen. Langfristig könnte sich dies positiv auf die Führungsschicht und damit auf das Volk auswirken, voraugesetzt, dass man erstens die Besen wirklich kehren lässt, dass sich nicht zweitens herausstellt, dass auch unter ihnen einige bereits von der Skandal-Epidemie befallen sind, und dass drittens der Säuberungsprozess letztlich zur Folge hat, dass fähige und willige Leute – diese gibt es in Israel nach wie vor - in der Besetzung offizieller Ämter wieder einen geachteten Beruf und eine verlockende Berufung sehen, was heute kaum noch der Fall ist. Die Skandale haben die Gesellschaft zwar noch nicht bodigen können, angeschlagen ist sie aber schon und innerlich in Debatten verstrickt. Man stelle sich vor, von einem Regierungschef repräsentiert zu werden, gegen den nicht weniger als acht Verfahren laufen oder in Vorbereitung sind.
Die einigende, schulterschliessende Wirkung, die Israels Kriege im Volk seit jeher
Das hat effektiv auch etwas Gutes an sich. Bis die arabische und palästinensische
Um meine Ausführungen mit dem sprichwörtlichen Blick ins volle halbe Glas zu
So weit die volle Hälfte des Glases. Sie führt mich zur Erkenntnis, dass Israels Gesellschaft heute makroökonomisch viel besser da steht, als vor vierzig Jahren.
Lassen Sie mich enden mit der Feststellung, dass 70 Prozent der Israeli mit dem
Israel bleibt trotz allem ein Licht unter den Nationen, doch immer dringender muss es begreifen lernen, dass dort, wo viel Licht ist, auch viel Schatten ist. Und
Der islamische Kampf
Verfasst von Amerasu am 3 Juli, 2007 - 11:22.
Die USA gelten als der grosse, Israel als der kleine Satan. Achmadinedschad sagt: „Eine Welt ohne Amerika und Israel zu erreichen ist sowohl möglich, wie auch machbar.“ Hitler hätte es nicht besser ausdrücken können.
Mit seinen eiskalten Worten hat der iranische Präsident Achmadinedschad ein weiteres Kapitel zum islamo-faschistischen „Mein Kampf“ hinzugefügt, der täglich durch die Taten für Weltherrschaft und Völkermord der Dschihadisten geschrieben wird.
„Wer sind die?“ Fragte Achmadinedschad über die Juden. „Woher sind sie gekommen? Sind es menschliche Wesen? Sie sind wie Vieh, nein, noch irregeleiteter. Ein butrünstiges Barbarenpack!“ Hassan Nasrallah, Anführer der Hisbollah und iranische Spielfigur sagte 2006: „Wenn sie sich in Israel sammeln, erspart es uns die Mühe, sie auf der ganzen Welt zu verfolgen.“ Hätten diese islamischen Vorkämpfer noch ihre Absichten noch deutlicher ankündigen können? In der islamischen Welt wird demonstriert mit Plakaten wie: „Wehe denen, die den Islam beleidigen“ oder „ Tötet die, die den Propheten beleidigen.“
Von Blutgier gepackt sind sie Hitlers Erben, die den letzen Holocaust verleugnen während sie den nächsten planen. Diejenigen, die sich weigern aufmerksam darauf zu achten, was sie sagen, geben der Geschichte eine Einladung, sich zu wiederholen.
Der Dschihad hat Nazi-Wurzeln: Der moderne islamische Dschihad beginnt 1928 in Ägypten mit der Gründung der Muslimischen Bruderschaft von Hassan al-Banna, der Vorgängerorganisation von Al-Kaida und Hamas. Al-Banna bewundert die Faschistischen Führer Hitler und Mussolini. Während des zweiten Weltkrieges geht er auf eine formale Allianz mit ihnen ein. Die Muslimische Bruderschaft übersetzt „Mein Kampf“[1][2] ins Arabische. In Palästina gründet Hajj Amin al-Husseini, der Grossmufti von Jerusalem, eine Jugendorganisation, die Nazi-Symbole, -Begriffe und -Uniformen verwendet. Al-Husseini ist der oberste geistige Führer der palästinensischen Muslime und der Vater des palästinensischen Nationalismus. Husseini zettelt 1941 einen pro-nazistischen Anschlag im Irak an, drängt die Naziregierungen in Europa dazu, die Juden in Todeslager zu transportieren und bildet pro-nazistische bosnische Muslime aus. Während er Hitler für die Ermordung der Juden rühmt, plant Husseini ein Todeslager nach Auschwitzer-Modell in der Nähe von Nablus zu bauen, um die palästinensischen Juden auszurotten. und die „Protokolle der Weisen von Zion“
Die Nazi-Mission geht weiter: Der Nazismus wird in Europa nach dem zweiten Weltkrieg ausgerottet, aber er lebt weiter in der arabischen Welt. Militante Imame begründen einen faschistischen Zweig des Islam. Chefarchitekt des neuen islamischen Faschismus ist Sayid Kutb von der Muslimischen Bruderschaft. Kutb hält die Juden für verantwortlich für den moralischen Zerfall der Welt und für die Wurzel aller irdischen Übel. Kutbs Schriften unterstützen die Nazi-Ziele der Muslimischen Bruderschaft. Sein bester Schüler ist Ayman al-Zawahiri – die rechte Hand von Osama bin Laden und der meistgesuchte Terrorist auf der heutigen Welt.
Der Dschihad hat ein Nazi-Gesicht: „Unser Dank geht an den verstorbenen Hitler, der im Voraus die Rache der Palästinenser an den schändlichsten Bösewichten dieser Erde beschrieben hat. Trotzdem tadeln wir Hitler dafür, dass seine Rache ungenügend war.“ Schreibt Ägyptens zweitgrösste Zeitung al-Akbar. Eine Millionenmasse von Menschen in Teheran skandiert: „Tod Amerika!“ Mahmoud Zahar, der Aussenminister der Hamas, gibt den islamitischen Traum Ausdruck, Israel von der Erdoberfläche verschwinden zu lassen. Ali Rafsandschani, der ehemalige Präsident des Iran, macht Andeutungen, dass der Iran bereit ist, mit dem nächsten Holocaust und der Endlösung zu beginnen – mit einer nuklearen Explosion.
„Israel wird existieren und fortbestehen bis der Islam s auslöscht, wie er andere zuvor ausgelöscht hat“, besagt die Hamas-Charta.
Zitate von Hassan Nasrallah, Anführer der Hisbollah: „Die Juden sind ein Krebsgeschwür, das vermutlich jeden Moment wieder streuen wird.“ „Es gibt keine Lösung für den Konflikt, ausser Israel verschwindet.“ „Steck ein Messer in dein Hemd, geh zu einem israelischen Besatzer und erstich ihn.“ „Lasst die ganze Welt mich hören. Unsere Feindschaft gegenüber dem grossen Satan (Amerika) ist absolut.“ „Ich ermutige die Palästinenser zu weltweiten Selbstmordanschlägen. Scheut nicht davor zurück.“
Yasser Arafat sagte: „Wir planen den Staat Israel zu vernichten und einen rein palästinensischen Staat aufzubauen. Wir werden das Leben für die Juden unerträglich machen durch psychologische Kriegsführung und eine explosionsartige Vermehrung der Bevölkerung. Wir Palästinenser werden alles übernehmen, einschliesslich ganz Jerusalem.“
In der Sunna steht geschrieben: „Der Prophet, Gebete und Frieden seien mit ihm, sagte: Die Zeit wird nicht kommen bis die Muslime die Juden besiegt (und getötet) haben; bis sich die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, die rufen werden: O Muslim! Hinter mir versteckt sich ein Jude, komm und töte ihn!“
Die palästinensische Regierung verkündete in einer Ansprache auf dem palästinensischen Fernsehkanal am 28. Juli 2000: „Wir sind die palästinensische Nation. Unser Schicksal von Allah ist, der Rächer zu sein, im Kampf gegen die Juden bis zur Auferstehung der Toten. Wie der Prophet Mohammed sagte: Die Auferstehung der Toten wird nicht kommen bevor die Juden nicht besiegt und getötet sind…“
Inder offiziellen Zeitung der palästinensischen Regierung, Al-Hayat Al-Jadida, hiess es am18. Mai 2001: „Die Schlacht mit den Juden wird sicher kommen… der endgültige muslimische Sieg kommt ohne Zweifel, denn der Prophet hat in mehr als einem Hadith davon gesprochen. Und der Tag der Auferstehung wird nicht kommen ohne den Sieg der Gläubigen (der Muslime) über die Nachfahren der Affen und Schweine (die Juden) und ihre Vernichtung.
Am 13. Oktober 2000 hiess es im palästinensischen Fernsehen: „Die Juden sind die Juden. Niemals war unter ihnen ein Friedensvertreter. Sie sind alle Lügner… die wahren Verbrecher, die jüdischen Terroristen, die unsere Kinder abgeschlachtet haben, die unsere Frauen zu Witwen gemacht haben und unsere Kinder zu Waisen und die unsere heiligen Stätten entweiht haben. Sie sind Terroristen. Darum ist es notwendig, sie abzuschlachten, sie zu ermorden, gemäss den Worten Allahs… ihr dürft kein Mitleid im Herzen haben für die Juden, nirgendwo in keinem Land. Führt Krieg gegen sie, wo auch immer ihr euch befindet. Wo auch immer ihr sie trefft - - tötet sie. Tötet die Juden und diejenigen Amerikaner, die wie sie sind… Habt keine Gnade mit den Juden, tötet sie überall…“
Bei seiner wöchentlichen Predigt in des Al-Aksa Moschee in Jerusalem sagte Ikrime Sabri, der palästinensische Mufti, die Stimme Palästinas am 11. Juli 1997: „O Allah, zerstöre Amerika, denn es wird von zionistischen Juden kontrolliert… Allah wird sich rächen, im Namen seines Propheten, an den kolonialistischen Siedlern, die Nachkommen von Affe und Schweinen sind…“
Osama bin Laden im „Dschihad gegen Juden und Kreuzfahrer“ 1998: „(I)n Übereinstimmung mit dem göttlichen Befehl, erlassen wir die folgende Fatwah (Regel nach islamischen Gesetz) an alle Muslime: Der Befehl die Amerikaner und ihre Verbündeten zu töten – Zivilisten und Militär – ist eine persönliche Pflicht für jeden Muslim, der ihn ausführen kann, in jedem Land wo die Ausführung möglich ist… in Übereinstimmung mit dem göttlichen Auftrag, die Amerikaner zu töten und ihr Geld zu plündern, wann immer und wo immer es zu finden ist. Wir rufen auch Muslimische Ulema, Anführer, Jugendliche und Soldaten dazu auf, einen Überfall auf des Satans US-Truppen und die Teufelsunterstützer, die sich mit ihnen verbündet haben, zu machen …“
Wenn Hassan Nasrallah, der Anführer der Hisbollah, ruft: „Amerika, du bist der grosse Satan!“ Skandiert die Menge: „Amerika, Amerika, du bist der grosse Satan. Amerika, Amerika, du bist der grosse Satan. Amerika, Amerika, du bist der grosse Satan.“
Wenn Hassan Nasrallah, der Anführer der Hisbollah, ruft: „Amerika, Amerika, Feind der Muslime.“ Skandiert die Menge: „Amerika, Amerika, Feind der Muslime.“
Wenn Hassan Nasrallah, der Anführer der Hisbollah, ruft: „Diejenigen, die nachts wie Fledermäuse gekommen sind, werden Libanon sagen hören: Tod Amerika.“ Skandiert die Menge: „Tod Amerika, Tod Amerika, Tod Amerika, Tod Amerika“.
Diejenigen, die sich nicht an die Vergangenheit erinnern können, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen.
Die Quellen für d hier erwendeten Zitate und Fakten können (auf englisch) nachgelesen werden in „The Islamic Mein Kampf“, herausgegeben vom David Horowitz Freedom Center: http://www.horowitzfreedomcenter.org
Die Palästinenser bringen sich gegenseitig um zum Leidwesen der Zivilbevölkerung – sie ist auf Hilfsgüter von aussen angew
Verfasst von Amerasu am 19 Juni, 2007 - 16:18.
Wie das IKRK heute mitteilte, wurden sechs Schwerverletzte aus Gaza in israelische Krankenhäuser überführt, da man ihre Verletzungen in Gaza behandeln konnte. Das IKRK schätzt, dass 50 weitere Personen in nächster Zukunft zur Behandlung nach Israel überführt werden müssen. Man ist auch dabei, mit den israelischen und den palästinensischen Behörden die Überführung von Schwerkranken auszuhandeln, wie zum Beispiel Nierenkranke oder Krebspatienten, die einer Behandlung ausserhalb Gazas bedürfen.
Gemäss den Zahlen, die dem IKRK am Sonntag von Krankenhäusern und anderen Notfalldiensten übergeben wurden, sind während der Auseinandersetzungen in Gaza in der letzten Woche etwa 130 Menschen getötet und 630 verletzt worden. Etwa 500 wurden in Krankenhäusern behandelt. Seit Ende der schlimmsten Kämpfe sind jeweils 5 bis 10 Leute pro Tag, die sich vorher versteckt hatten, ins Krankenhaus gegangen, um sich behandeln zu lassen.
Gazas Krankenhäuser brauchen dringend Hilfe
"Zusätzlich zum Stress durch die Menge an Patenten in den letzten Tagen und den langen Arbeitszeiten ist das Krankenhauspersonal immer starker frustriert über den Zusammenbruch der medizinischen Versorgung. Da die Gelder für die Palästinenserregierung zurückgehalten wurden, konnten im letzen Jahr auch die medizinischen Geräte weder unterhalten noch ersetzt werden", sagt Eileen Daly die Gesundheitskoordinatorin des IKRK für die West Bank und Gaza. "Wir werden Operationskittel und Tücher einführen. Viele Waschmaschinen und Boiler sind kaputt – es fehlt an sterilem Material. Wir haben einigen Krankenhäusern sogar ein paar Haushalt Waschmaschinen zur Verfügung gestellt als kurzfristigen Ersatz für die kaputten Geräte."
Um der Krise zu begegnen, hat das IKRK den Krankenhäusern in Gaza medizinische Ausrüstung und Mittel zur gesundheitlichen Versorgung zur Verfügung gestellt. Alle Zugänge nach Gaza von Israel aus bleiben gesperrt. Dennoch hat man heute Nachmittag ein IKRK-Fahrzeug mit Anästhetika, Medikamenten und Schmerzmitteln nach Gaza eingelassen. Das IKRK schickt ausserdem 250 Flaschen voll Halothan-Gas nach Gaza, das für die Anästhesie verwendet wird.
In den letzten Tagen hat man die Krankenhäuser in Gaza bereits mit einer Auswahl an wichtigen Medikamenten und Ausrüstung ausgestattet, darunter Antibiotika und Anästhetika, Nähmaterial, Drainagen und Operationsmedikamente. Das IKRK organisiert ausserdem die Ausstattung mit zusätzlichen Operations-Sets, die spezielle Instrumente und dringend nötiges Material enthalten, wie zum externe Fixierer. Um den Patienten zu helfen, hat das IKRK ausserdem zwei Krankenhäuser mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln versorgt.
Quelle: IKRK Genf, 19. Juni 2007
Die einzige Hilfe, die in Gaza der Bevölkerung wirklich Zugute kommt, scheint die direkte Abgabe von Medikamenten und medizinischem Material an die Krankenhäuser zu sein. Leider investiert hingegen die Palästinenserregierung lieber in Waffen, als in das Überleben der eigenen Landsleute. Zum Glück ist Israel immer noch und immer wieder bereit, - trotz allen schlechten Erfahrungen mit Selbstmordattentätern und Kassam-Raketen - Menschen in Not aus Palästina aufzunehmen und in den eigenen Krankenhäusern nach bestem Wissen und Gewissen zu behandeln.
Einladung zur Feier auf dem Seelisberg: 60 Jahre jüdisch-christliche Begegnung in der Schweiz
Verfasst von Amerasu am 4 Juni, 2007 - 18:23.
Einladung zur Tagung: Impulse für die Zukunft des jüdisch-christlichen Dialogs
Verfasst von Amerasu am 4 Juni, 2007 - 18:04.
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