"Schuhprüfstrecke" im KZ Sachsenhausen bei Berlin

Über den Besuch des israelischen Luftwaffenchefs u.a. auf der "Schuhprüfstrecke wird berichtet, daß die Häftlinge durch tagelanges Marschieren Sohlenmaterial für die Wehrmacht testen mußten.

Durch eine Studie der Historikerin Anne Sudrow kam aber weitere wichtige und schreckliche Erkenntnisse und Fakten zutage.
(Quelle:

http://books.google.de/books?id=5T986LfxVYIC&pg=PA6&lpg=PA3#v=onepage&q=&f=false )

Ab Seite 214 bis 249 in dieser Studie kann man nachlesen, daß dieses schreckliche Kapitel deutscher Wirtschaftsgeschichte bis heute bei Historikern und Öffentlichkeit wenig bekannt und somit schlichtweg vernachlässigt worden ist.
Beteiligt waren an dieser Schuhprüfstrecke einige renommierte deutsche Unternehmen (siehe auch Fußnote 96 der Studie).Am Anfang war die Teilnahme an der Schuhprüfstrecke freiwillig.Die beteiligten Unternehmen wußten laut der Studie von Anne Sudrow, daß es um Häftlingsarbeit zu KZ-Bedingungen ging.
Ein Zeitzeuge berichtete: "Hin und wieder kamen die Direktoren oder Beauftragten (.....) , um sich von dem Ergebnis der Prüfung an Ort und Stelle zu unterrichten.Eine Zuweisung zu dieser Schuhprüfstrecke
wurde unter KZ-Insassen besonders gefürchtet, da sie praktisch einem Todesurteil gleichkam.
Laut der Studie von Anne Sudrow sind als führende Unternehmen für die Schuhprüfstrecke Salamander AG und Freudenberg und andereangegeben .
Interessant in diesem Zusammenhang ist, wie weit diese Thematik in den jeweiligen Unternehmensgeschichten bekannt wurden und aufgearbeitet wurden.
Unter www.salamander-zwangsarbeit.de können Sie als Beispiel sehen,wie 1999 eine Firma reagiert, als eine Zeitung das Thema Zwangsarbeit aufgriff.

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