Die Palästinenser bringen sich gegenseitig um zum Leidwesen der Zivilbevölkerung – sie ist auf Hilfsgüter von aussen angew

Eine erste Gruppe von Schwerverletzen wurde heute in israelische Krankenhäuser überführt

Wie das IKRK heute mitteilte, wurden sechs Schwerverletzte aus Gaza in israelische Krankenhäuser überführt, da man ihre Verletzungen in Gaza behandeln konnte. Das IKRK schätzt, dass 50 weitere Personen in nächster Zukunft zur Behandlung nach Israel überführt werden müssen. Man ist auch dabei, mit den israelischen und den palästinensischen Behörden die Überführung von Schwerkranken auszuhandeln, wie zum Beispiel Nierenkranke oder Krebspatienten, die einer Behandlung ausserhalb Gazas bedürfen.

Gemäss den Zahlen, die dem IKRK am Sonntag von Krankenhäusern und anderen Notfalldiensten übergeben wurden, sind während der Auseinandersetzungen in Gaza in der letzten Woche etwa 130 Menschen getötet und 630 verletzt worden. Etwa 500 wurden in Krankenhäusern behandelt. Seit Ende der schlimmsten Kämpfe sind jeweils 5 bis 10 Leute pro Tag, die sich vorher versteckt hatten, ins Krankenhaus gegangen, um sich behandeln zu lassen.

Gazas Krankenhäuser brauchen dringend Hilfe

"Zusätzlich zum Stress durch die Menge an Patenten in den letzten Tagen und den langen Arbeitszeiten ist das Krankenhauspersonal immer starker frustriert über den Zusammenbruch der medizinischen Versorgung. Da die Gelder für die Palästinenserregierung zurückgehalten wurden, konnten im letzen Jahr auch die medizinischen Geräte weder unterhalten noch ersetzt werden", sagt Eileen Daly die Gesundheitskoordinatorin des IKRK für die West Bank und Gaza. "Wir werden Operationskittel und Tücher einführen. Viele Waschmaschinen und Boiler sind kaputt – es fehlt an sterilem Material. Wir haben einigen Krankenhäusern sogar ein paar Haushalt Waschmaschinen zur Verfügung gestellt als kurzfristigen Ersatz für die kaputten Geräte."

Um der Krise zu begegnen, hat das IKRK den Krankenhäusern in Gaza medizinische Ausrüstung und Mittel zur gesundheitlichen Versorgung zur Verfügung gestellt. Alle Zugänge nach Gaza von Israel aus bleiben gesperrt. Dennoch hat man heute Nachmittag ein IKRK-Fahrzeug mit Anästhetika, Medikamenten und Schmerzmitteln nach Gaza eingelassen. Das IKRK schickt ausserdem 250 Flaschen voll Halothan-Gas nach Gaza, das für die Anästhesie verwendet wird.

In den letzten Tagen hat man die Krankenhäuser in Gaza bereits mit einer Auswahl an wichtigen Medikamenten und Ausrüstung ausgestattet, darunter Antibiotika und Anästhetika, Nähmaterial, Drainagen und Operationsmedikamente. Das IKRK organisiert ausserdem die Ausstattung mit zusätzlichen Operations-Sets, die spezielle Instrumente und dringend nötiges Material enthalten, wie zum externe Fixierer. Um den Patienten zu helfen, hat das IKRK ausserdem zwei Krankenhäuser mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln versorgt.

Quelle: IKRK Genf, 19. Juni 2007

Die einzige Hilfe, die in Gaza der Bevölkerung wirklich Zugute kommt, scheint die direkte Abgabe von Medikamenten und medizinischem Material an die Krankenhäuser zu sein. Leider investiert hingegen die Palästinenserregierung lieber in Waffen, als in das Überleben der eigenen Landsleute. Zum Glück ist Israel immer noch und immer wieder bereit, - trotz allen schlechten Erfahrungen mit Selbstmordattentätern und Kassam-Raketen - Menschen in Not aus Palästina aufzunehmen und in den eigenen Krankenhäusern nach bestem Wissen und Gewissen zu behandeln.

Kommentar hinzufügen

Wegen mehrfachen Mißbrauchs der Kommentarfunktion mit ungültigen E-Mail Adressen ist ab sofort eine Registrierung notwendig!

CAPTCHA
Diese Frage dient dazu festzustellen, ob Sie ein Mensch sind und um automatisierte SPAM-Beiträge zu verhindern.
11 + 9 =
Solve this simple math problem and enter the result. E.g. for 1+3, enter 4.