Wieder da: Die Minarett - Frage

Die Ditib ist jetzt doch nicht zufrieden mit den neuen Minaretten der geplanten Großmoschee in Köln-Ehrenfeld.
Nachdem die ursprünglich viereckigen Türme in der Öffentlicheit auf breite Kritik gestoßen waren, hatte Architekt Böhm gemeinsam mit der Ditib Ende August einen neuen Entwurf mit sehr schlanken säulenförmigen Minaretten vorgestellt, die besser zu dem schalenförmigen Gebetsraum in der Mitte passen würden.
Inzwischen halten aber die Gemeindemitglieder diese filigranen Türme für zu abstrakt.
Böhm will zunächst die neue Form weiter entwickeln. Das heißt, es müssen noch Treppen eingebaut und je zwei Terrassen pro Minarett eingefügt werden. Dies sei auch aus Wartungszwecken erforderlich. Natürlich könne auch ein Muezzin die Minarette besteigen...
Das allerdings wird ja nicht geschehen, denn die Ditib, der Moschee-Beirat und die Politik sind sich einig: Der Gebetsruf des Muezzin wird nicht über Ehrenfeld erschallen - ungeachtet dessen, was Herr Arslan sagt.
Teile der CDU-Fraktion im Stadtrat zweifeln denn auch an dieser Aussage und verlangen eine schriftliche Vereinbarung, eine Art Selbstverpflichtung der Ditib, auf den Muezzinruf zu verzichten.
Letzten Dienstag präsentierte Böhm der Fraktion tatsächlich den alten Entwurf mit den viereckigen Minaretten, die dem Wunsch der Ditib näher kommen. Verständlicherweise reagierten die Ratsmitglieder verärgert. Diese Phase der Diskussion sei doch längst abgehakt - Denkste!
Schließlich kann bis zum Antrag für die Baugenehmigung Anfang des Jahres 2008 immer noch alles auf den Kopf gestellt werden.

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