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Klartext - Neues vom Moscheebau in Köln

Verblüfft und verärgert reagierte Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (links im Bild) auf die kompromisslosen Worte von Sadi Arslan, dem Vorsitzenden der Ditib - nachzulesen auf Türkisch in der Europa- Ausgabe der türkischen Zeitung "Sabah" :
"Wir entscheiden, wie groß und wie breit die Moschee gebaut wird. Wir sind nicht bereit, Zugeständnisse zu machen." In dem Gespräch räumt Arslan ein paar ernsthafte Hindernisse beim Moscheebau ein, die er jedoch durch "vernünftiges Handeln" zu überwinden hofft. Er verbittet sich in scharfem Ton die Einflussnahme Dritter :
"Wie wir uns nicht in die Angelegenheiten anderer Religionsgemeinschaften einmischen, so sollten sich die Vertreter anderer Religionen nicht in unsere Sachen einmischen und in die Art, wie wir unseren Glauben praktizieren. Das geht sie nichts an. Die Entscheidung liegt bei uns. Wir haben uns dafür nicht zu rechtfertigen."
Arslan ignoriert dabei schlichtweg, dass er sich in der Bundesrepublik Deutschland befindet, dass er sich nach deren Gesetzen zu richten hat.
Man stelle sich vor, christliche Glaubensgemeinschaften würden mit ähnlichen Sprüchen und Ansprüchen in der Türkei auftreten. Glaubt Herr Arslan, der türkische Staat reagiere mit Akzeptanz, Verständnis und Zustimmung auf eine solche Überheblichkeit, Dreistigkeit und Machtdemonstration?

Vielleicht ahnt Herr Schramma nach diesen klaren Worten, worum es der Ditib offensichtlich beim Moscheebau geht.
Da klingen die emotionalen Beteuerungen Arslans in seiner Ansprache zum Ramadan- Ende wenig glaubwürdig, wo er von der Wertschätzung für die Hilfe deutscher Freunde und seinem Willen zum Kompromiss sprach. In diesem Zusammenhang wartet Schramma noch immer auf eine Reaktion des Ditib- Vorstands auf seinen Vorschlag, eine gemeinsame Erklärung zum Moscheebau herauszugeben.
Allerdings scheint sich Schramma von seiner Verblüffung und Verärgerung schnell zu erholen, kennt er doch bereits die Erfahrung, "dass dieselben Leute zum gleichen Thema an verschiedenen Orten ganz unterschiedlich sprechen."
Immerhin hält er diese Vorgehensweise nicht für vertrauensfördernd.
Derweil versucht Ditib- Sprecherin Ikbal Kilic, die Arslan- Äußerungen zu relativieren, die selbstverständlich "außerhalb des Kontextes" zitiert wurden und dort sicherlich etwas ganz anderes bedeuten. Arslan habe sich in dem Gespräch lediglich auf die Frage bezogen, ob die heftige und oft unsachliche Kritik Einfluss auf den Bau hat. Arslan wisse natürlich, dass letztlich der Stadtrat entscheide. Im Übrigen sei die Ditib an einem möglichst breiten Konsens interessiert. Wie dieser aussehen könnte, bleibt eine spannende Frage.






















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