Eklat in der Kölner CDU

"Klüngel" dürfte wieder einmal das Wort des Jahres für die Kölner CDU werden.
Ein wunderbares Beispiel für das Wesen dieses Klüngels ist das Geschehen rund um die eilig einberufene Mitgliederversammlung der CDU am letzten Dienstag.
Wie hinlänglich bekannt, warten Köln und der Rest der Welt seit geraumer Zeit auf den Bauantrag der Ditib für die umstrittene repräsentative Großmoschee in Köln- Ehrenfeld.
Der Streit um dieses Projekt ist längst nicht beigelegt. Vor allem innerhalb der CDU stehen sich Befürworter und Gegner unversöhnlich gegenüber.
Während es CDU- Oberbürgermeister Fritz Schramma allem Anschein nach unbeirrt darauf anlegt, als der glühendste Befürworter der Großmoschee in die Stadtgeschichte einzugehen, lehnt der engagierte Ortsverbandsvorsitzende von Ehrenfeld, Jörg Uckermann und mit ihm die Mehrheit der Bevölkerung, den Prunkbau ab.
Auf besagter Mitgliederversammlung kam es nach der Wiederwahl Uckermanns als stellvertretenderm Bezirksbürgermeister zu einem Eklat.
Die CDU- Spitze war eigentlich zur Abwahl des unangepassten Uckermann angetreten und will das Wahlergebnis anfechten. Im Saal spielten sich tumultartige Szenen ab, als Uckermann und der Parteivorsitzende Walter Reinarz aneinander gerieten. Uckermann ließ daraufhin seinen Chef von einem Sicherheitsdienst aus dem Saal entfernen.
Der CDU- Vorstand will nun "alle Möglichkeiten der Satzung ausschöpfen", um gegen Uckermann vorzugehen. Laut CDU- Spitze haben viele Mitglieder des Ortsverbandes in der Geschäftsstelle Beschwerde über ihn eingereicht oder mit Parteiaustritt gedroht.
Höchst brisant ist demgegenüber der Vorwurf der Ehrenfelder:

Es seien in letzter Zeit erklärte Moscheebefürworter in die Ortsgruppe eingeschleust worden, die größtenteils weder in Ehrenfeld noch in Köln wohnen. Zudem ist die Rede von 15 bis 20 Türken, teils ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die ebenfalls im Sinne von Ditib und Schramma wirken sollen.
CDU- Mitglieder rufen nun zur Unterstützung von Jörg Uckermann auf, denn sollte die Wahl wiederholt werden, könnte das Ergebnis durch die Einflussnahme der "Migranten" gegen ihn ausfallen und damit auch gegen die Mehrheit der Bevölkerung.

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