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Die Kölner Moschee soll schrumpfen

In den vergangenen Monaten war es still geworden um den Bau der repräsentativen Kölner Großmoschee.
Der für Dezember 2007 erwartete Bauantrag durch die Ditib wurde überraschend nicht gestellt und die letzte Beirats-Sitzung mit der Begründung abgesagt, die "Fachkonferenz" habe "eine Pause eingelegt". Die Fragen von Politikern und Medien nach dem Warum blieben wochenlang unbeantwortet.
Am vergangenen Dienstag nun gab die Pressestelle der Ditib ein kurzgefasstes Informationspapier heraus, in dem eine Verkleinerung der Nutzfläche und die Reduzierung der Parkplätze angekündigt wurde. Diese Neuerungen und vor allem diese Vorgehensweise stießen allgemein auf Unverständnis und Verärgerung.
Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit, sowie das Einbeziehen von Bürgervertretern in die Planungen sind demnach weiterhin leere Versprechungen des Ditib- Vorstandes.
Selbst Oberbürgermeister Fritz Schramma, eifrigster Moschee- Befürworter, war erstaunt und erbost über die neuen Pläne und die Vorgehensweise der Ditib. In einem Fernseh- Interview (WDR) sagte er, dass die Moschee so wie geplant, sofort hätte gebaut werden können. Die Ditib hatte alle erforderlichen Zusagen und man habe auf den Bauantrag gewartet. Jetzt rudere die Ditib zurück und wolle ausgerechnet an den Parkplätzen sparen, um deren Zahl so hart gerungen worden war. In diesem Punkt gäbe es keine Diskussion.
Besonders dreist ist die Begründung der Ditib für die Änderungen. Laut Mehmet Günet, zuständig für Liegenschaften, seinen die neuen Pläne ein Entgegenkommen gegenüber Kritikern und ein Bemühen um mehr Akzeptanz in der Bevölkerung!
Tatsächlich geht es aber um die Finanzierung des Prestige- Objekts.
Die veranschlagten Kosten von 15 bis 20 Millionen Euro reichen nicht. Ursache dafür sind die Kosten für die aufwendige Statik des Kuppelbaus und für die drei unterirdischen Geschosse, von denen zwei als Tiefgarage geplant sind, um die von der Stadt geforderten 200 Parkplätze nachzuweisen.
Nach den neuen Plänen wird es nur noch ein Untergeschoss geben und die Wohnungs- und Bazarflächen werden reduziert. Der Gebetsraum soll nach einer Verkleinerung 1500 statt 2000 Gläubigen Platz bieten.
Die Höhen von Kuppel und Minaretten bleiben unverändert.
Die Ditib ist sicher, dass die ihr angeschlossenen 886 Vereine das erforderliche Geld für die Finanzierung aufbringen werden. Eingehende Spenden würden sorgfältig geprüft.
Allerdings gibt es nach wie vor keine Offenlegung und unbestätigten Angaben zufolge, hat die Ditib bei der Stadt Köln um Finanzhilfe gebeten.
Nach der Beirats- Sitzung vom 22. Januar will die Ditib den Bauantrag stellen, so dass der Neubau wie geplant, Ende 2009 fertiggestellt sein wird.
Mit zusätzlichem Entgegenkommen der politischen Parteien und des Stadtrates ist, nach entsprechenden Äußerungen in der Presse, für die neuen Ditib-Pläne nicht zu rechnen.






















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