Eine perfekte Hamas - Inszenierung

Hunderttausende Palästinenser strömten in den vergangenen Tagen aus dem Gazastreifen nach Ägypten. Gestern versuchten ägyptische Soldaten, die Grenzen wieder zu schließen und die Palästinenser mit Hilfe von Wasserwerfern und Schlagstöcken zurückzudrängen. Doch das Ultimatum für die Grenzschließung verstrich und die Lage drohte zu eskalieren. Hamas-Aktivisten brachen neue Löcher in die Grenzmauer, während Ägyptens Soldaten Durchbrüche zumauerten. Mit der gesamten Aktion zeigt die Hamas erneut ihre Skrupellosigkeit und schafft mit Gewalt Fakten.
Die Region und die Weltöffentlichkeit sind gezwungen, zu reagieren und beschuldigen dennoch weiterhin Israel, die menschenunwürdige Situation der Palästineneser zu verursachen und für die Gewalteskalation verantwortlich zu sein.
Doch ausschließlich die Hamas trägt die Verantwortung für das Wohlergehen der Bevölkerung, deren Lage unverändert schlecht ist.
Sämtliche Friedensbemühungen werden von der Hamas weiterhin abgelehnt und die Vernichtung des Staates Israel steht nach wie vor als erklärtes politisches Ziel fest.
Es liegt bei der Hamas, den entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit freizulassen und die dauernden Angriffe auf Israel einzustellen.
Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass durch den Dauerbeschuss der israelischen Stadt Sderot von Kassam- Raketen nicht noch mehr Ziele getroffen, Menschen verletzt und getötet wurden.
Dennoch erntet die Hamas Verständnis und Akzeptanz für ihre Politik und Israel wird als Aggressor dargestellt.
Im Jahr 2005 hat Israel den Rückzug aus dem Gazastreifen durchgesetzt, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Seitdem sind ausschließlich die Palästinenser für dieses Gebiet verantwortlich.
Ägypten hat seinerseits schon vor Monaten die Grenzen zu "Hamistan" abgeriegelt. Die Hamas hält sozusagen ihr eigenes Volk als Geisel und niemand protestiert dagegen.
Nach der Sprengung der Grenzmauer bei Rafah und zwei weiteren Stellen, strebt die Hamas eine Grenzkontrolle ohne internationale Beteiligung, nur mit Ägypten an. Das würde das Einschleusen von Waffen und Terroristen in den Gazastreifen erheblich erleichtern.
In den vergangenen Tagen gab es gute Gelegenheit, Selbstmordattentäter über die Grenzöffungen in Richtung Israel in Marsch zu setzen.
Auch wenn jetzt Gespräche mit der palästinensischen Regierung von Abbas und mit Ägypten geplant sind, wird die radikal-islamische Hamas dies als Gelegenheit nutzen, ihre Vorstellungen durchzusetzen.
Trotz der katastrophalen Situation der palästinensischen Bevölkerung ist immer genügend Öl, Treibstoff, Kommunikationstechnik und Sprengstoff vorhanden, um Anschläge zu verüben und die Welt mit "werbewirksamen" Bildern von Schießereien, Demonstrationen und auch von Sturm auf den Grenzübergang bei Rafah zu versorgen - und die Welt schaut einfach nur zu.

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